Mehr Festnahmen und Tränengas: Doch Protestierende in Iran machen unerschütterlich weiter

Sicherheitskräfte in Teheran setzten Tränengas gegen Demonstrierende in einem Einkaufszentrum ein. Dabei wurden die Gase jedoch zurückgeweht und trafen sie selbst.

Trotz der Festnahmen und des gewaltsamen Vorgehens der Sicherheitskräfte machen vor allem Studierende in Iran unerschütterlich weiter und protestieren gegen das Regime. An vielen Universitäten sind die jungen Leute in einen Streik getreten.

Der Tod von Mahsa Amini, einer jungen Frau, die von der Sittenpolizei beschuldigt wurde, ihr Kopftuch zu locker getragen zu haben, hatte landesweit Unruhen ausgelöst.

Nach sechs Wochen, in denen zehntausende Menschen gegen die repressive Politik des Iran protestierten, haben die Behörden nun die Demonstrierenden gewarnt und aufgefordert, die Straßen zu verlassen. Doch die Proteste dauern an, Menschen versammeln sich weiterhin in Wohngebieten und Stadtzentren.

Nach Angaben von Menschenrechtlern würden bislang mehr als 280 Menschen bei den Protesten getötet und mehr als 14 000 verhaftet.