Mehr Geld für Lehrer: Auch im Lehrerzimmer muss das Gesetz des Marktes gelten

An einigen Grundschulen reichen die Plätze für die Kinder im Einzugsgebiet und für Geschwisterkinder nicht aus.

So funktioniert Marktwirtschaft: Bestimmte Fachkräfte sind rar und begehrt. Also hilft sich ein Arbeitgeber, indem er die Gehälter erhöht und hofft, damit im Wettbewerb um kluge, motivierte Mitarbeiter zu bestehen. Wenn Berlin jetzt seine Grundschullehrer besser bezahlt, folgt der Senat zuerst einmal diesem schlichten Mechanismus. Die Schülerzahlen steigen, und die verantwortliche Bildungssenatorin Sandra Scheeres ist gut beraten, sich rechtzeitig um das Personal zu kümmern, das die 42 neu zu bauenden Schulgebäude mit Leben füllen soll. Das könnte klappen. Denn mit Monatsgehältern von mehr als 5000 Euro für Berufseinsteiger ist der Lehrerjob zumindest finanziell gesehen überaus attraktiv. Kein Wunder, dass immer mehr Quereinsteiger an die Schulen drängen.

In wohl kaum einer anderen Branche wird Hochschulabsolventen mit Mitte 20 so viel Geld geboten. Das Klagelied der Gewerkschaften von den schlecht behandelten Lehrern dürfte viele Bürger verstören, die kaum jemals an das Gehaltsniveau der Pädagogen herankommen, schon gar nicht so früh in ihrem Berufsleben. Und wer angesichts solcher Gehälter tatsächlich lieber in ein anderes Bundesland wechselt, nur weil er dort Beamter wird und heute schon seine Pension erwartet, wäre womöglich das falsche Vorbild für wagemutige Großstadtkinder.

Künftig werden in Berlin die Lehrkräfte an Grundschulen und Oberschulen gleich bezahlt. Auch dieser Schritt ist richtig. Dass der Leistungskurs Englisch mit motivierten Abiturienten höherwertigere Arbe...

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