Mehr Information: So plant die ARD für die Zeit nach der "Lindenstraße"

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Die "Lindenstraße" am Sonntagabend gehört seit fast 35 Jahren zur ARD. Nun gab der Sender bekannt, wie es nach der Einstellung im März mit dem Vorabendprogramm am Sonntag weitergehen soll.

Mehr Information: So plant die ARD für die Zeit nach der "Lindenstraße" (Bild: Getty Images)

Nach fast 35 Jahren und 1.758 Folgen ist am Sonntag, 29. März, die "Lindenstraße" endgültig Geschichte. Bis zur großen Finalfolge werden die Episoden noch weiterhin sonntags, 18.50 Uhr, ausgestrahlt. Doch was passiert eigentlich nach der Einstellung der ARD-Kultserie? Wie der Sender jetzt bekannt gab, soll nun der Fokus mehr auf dem Informationsangebot liegen.

“Sendungen hoher journalistischer Qualität”

Ab April soll sonntags ein neues Programmschema im Ersten gelten: Um 17.00 Uhr startet der Vorabend mit "Brisant". Dann folgen "Echtes Leben" (17.30 Uhr) und die "Tagesschau" (18.00 Uhr). "Bericht aus Berlin" (18.05 Uhr) wird nun fünf Minuten länger gezeigt, anschließend startet um 18.30 Uhr die "Sportschau". Der "Weltspiegel" wird dann ab 19.20 Uhr ausgestrahlt. "Das neue Programmschema am Sonntag bietet insgesamt eine große Themenvielfalt und Sendungen von hoher journalistischer Qualität", so Volker Herres, der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens.

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Außerdem werde den "Tagesthemen" unter der Woche mehr Zeit eingeräumt: Das ARD-Nachrichtenmagazin soll ab 3. April jeden Freitag um 21.45 Uhr statt 15 Minuten nun ebenfalls 30 Minuten dauern. "Das Alleinstellungsmerkmal der ARD ist unsere Stärke in den Bereichen Information und regionale Präsenz. Beides stärken wir, indem wir den 'Tagesthemen' mehr Raum für vertiefende Informationen aus den Regionen Deutschlands geben", ließ sich der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow zitieren.

Und er betont: "Information wird mit uns besonders verbunden und regionale Präsenz. In Zeiten, in denen sich Zeitungen immer mehr zurückziehen aus der Region, auch aus finanzieller Not, in denen alle anderen Rundfunkanbieter eher großflächig unterwegs sind, sind wir diejenigen, die nicht zur Berichterstattung einreisen. Wir sind da!" Auch Volker Herres gab an, dass "ein stetig steigendes Interesse an vertiefenden Informationen und Einordnung der weltweiten Geschehnisse registriert" werde.

Werden die "Tagesthemen" noch weiter verlängert?

Um dem offenbar gestiegenen Bedürfnis nach regionalen und vertiefenden Informationen gerecht zu werden, peilen die ARD-Intentandten auch an den anderen Werktagen eine Verlängerung der "Tagesthemen". Von Montag bis Donnerstag soll die Sendung um fünf Minuten ausgedehnt werden - entschieden ist dies jedoch noch nicht.

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Herres zeigte sich am Donnerstag zwar optimisicht, aber er gab mit einem kleinen Einblick in die Welt der Programmplaner auch zu bedenken: "Was bedeutet das für nachfolgende Programme, was bedeutet das für Umschaltzeitpunkte? Und wenn man so etwas macht, ist es für die Umschaltzeitpunkte nicht nur vorteilhaft."