Mehrere Tote bei Schießerei in US-Supermarkt

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Polizist vor dem Supermarkt in Boulder

Bei einer Schießerei in einem Supermarkt im US-Bundesstaat Colorado sind mehrere Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Polizist, sagte der Polizeichef der Stadt Boulder, Kerry Yamaguchi, am Montagabend (Ortszeit). Ein Verdächtiger sei verletzt worden und befinde sich in Gewahrsam. Angaben zur genauen Opferzahl machte Yamaguchi nicht. Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf Ermittlerkreise, mindestens sechs Menschen seien getötet worden.

Der Angreifer hatte am Nachmittag in einem Supermarkt in der rund 50 Kilometer nordwestlich von Denver gelegenen Stadt Boulder das Feuer eröffnet. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Auf einem live übertragenen Internetvideo war zu sehen, wie die Beamten einen am Bein blutenden Mann in Handschellen abführten. Polizeichef Yamaguchi äußerte sich aber nicht dazu, ob es sich bei ihm um den festgenommenen Verdächtigen handelte.

US-Präsident Joe Biden sei über die Tat informiert worden, schrieb seine Sprecherin Jen Psaki im Onlinedienst Twitter. Colorados Gouverneur Jared Polis sprach von einer "sinnlosen Tragödie". Auch Boulders Bürgermeister Sam Weaver äußerte sich erschüttert über die Gewalttat.

Erst in der vergangenen Woche hatten tödliche Angriffe auf drei Massagestudios im Bundesstaat Georgia die USA erschüttert. Acht Menschen wurden erschossen, unter ihnen sechs Frauen asiatischer Herkunft.

In Colorado hatten sich in den vergangenen Jahrzehnten zwei der schlimmsten Schusswaffen-Angriffe der jüngeren US-Geschichte ereignet. An der Columbine High School in Littleton hatten zwei Jugendliche im April 1999 zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach begingen sie Suizid. Im Juni 2012 eröffnete ein 24-jähriger Mann in einem Kino in der Stadt Aurora das Feuer und tötete zwölf Menschen. Der Amokläufer wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.

bfi