Mehrere Verletzte nach Schüssen auf Studenten in Honduras

Demonstrant und Polizisten in Tegucigalpa

Bei Zusammenstößen mit der Militärpolizei sind in Honduras am Montag mehrere Demonstranten durch Schüsse verletzt worden. Mindestens fünf Studenten hätten Schussverletzungen erlitten, sagte eine Sprecherin des Krankenhauses Escuela in der Hauptstadt Tegucigalpa. Sie seien aber alle außer Lebensgefahr. Armando Sarmiento von der Nationalen Autonomen Universität Honduras (Unah) erzählte der Nachrichtenagentur AFP, "rund vierzig Militärpolizisten" seien "ohne Erlaubnis auf den Universitäts-Campus eingedrungen".

Zuvor hatten rund 2000 Studenten eine Straße entlang des Universitätsgeländes in der Hauptstadt blockiert. Die Polizei versuchte die Demonstranten mit Tränengas zu vertreiben, diese warfen daraufhin Steine. Die Polizisten verfolgten die Studenten und eröffneten das Feuer.

Der nationale Sicherheitsverband Fusina erklärte, die Studenten hätten mit Molotow-Cocktails angegriffen. Zwei Soldaten hätten Verbrennungen erlitten, vier "angebliche Studenten" seien verletzt worden, hieß es.

Bei Protesten gegen die Regierung waren vergangene Woche drei Menschen getötet und weitere 20 verletzt worden. Tausende Menschen gingen auf die Straße, um den Rücktritt von Präsident Juan Orlando Hernández zu fordern. Dabei war es in Tegucigalpa auch zu Straßenblockaden und Plünderungen gekommen.

Die Proteste, die bereits seit einem Monat andauern, richten sich gegen Gesundheits- und Bildungsreformen der Regierung. Ärzte und Lehrer werfen Hernández vor, beide Bereiche privatisieren zu wollen. Die Regierung weist das zurück.