Mehrere Wächter bei erneuter Meuterei in Jugendgefängnis in Guatemala verletzt

Polizei bewacht Gefangene nach Meuterei in San José Pinula

Bei einer erneuten Meuterei in einem Jugendgefängnis in Guatemala sind mehrere Wärter verletzt worden. Mitglieder einer Gang brachten am Donnerstag vorübergehend einen Wächter in ihre Gewalt, ließen den durch Messerstiche schwer Verletzten aber nach Verhandlungen wieder frei, wie die Polizei und die Sozialfürsorge mitteilten. Der Mann wurde mit Stichwunden an Oberkörper, Kopf und Hand ins Krankenhaus gebracht.

Das Jugendgefängnis Las Gaviotas im Süden von Guatemala-Stadt ist für 500 Häftlinge gebaut worden. Die meisten der in die Meuterei verwickelten Gangmitglieder waren über 18 Jahre alt. Das ist typisch für solche Haftanstalten in Guatemala, wo viele junge Gefangene hinter Gittern volljährig werden.

Erst vor einigen Wochen waren bei einer ähnlichen Meuterei in San José Pinula vier Wärter getötet worden. An das Jugendgefängnis grenzt ein Heim für minderjährige Misshandlungsopfer, in dem bei einem Brand Anfang März 35 Menschen gestorben waren. Medienberichten zufolge hatte es zuvor eine Revolte gegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauch durch das Personal sowie schlimme Lebensbedingungen gegeben.

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