Mehrheit von Österreichs Ländern für Lockdown für Ungeimpfte

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Wien (dpa) - In Österreich zeichnet sich vor einer neuen Corona-Krisensitzung unter den neun Bundesländern eine breite Zustimmung zu weitreichenden Einschränkungen für Ungeimpfte ab. Das zeigt eine Übersicht der Nachrichtenagentur APA.

Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein wollen sich am Sonntag mit den Bundesländern beraten und die Weichen für einen weitgehenden Lockdown für Ungeimpfte stellen. Das Parlament soll die Verordnung dann noch am Sonntagabend absegnen.

Am Samstag erreichten die gemeldeten Corona-Neuansteckungen wieder einen Rekord: Innerhalb eines Tages wurden mehr als 13.000 Infektionen verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg auf 814,6. Erst Anfang der Woche hatte Österreich angesichts stark steigender Zahlen die 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Veranstaltungen und Sport eingeführt. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

«Wir müssen an einem Strang ziehen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen», sagte der Landeshauptmann (Ministerpräsident) der Steiermark, Hermann Schützenhöfer, der APA. Es sei vernünftig, bundeseinheitlich zu handeln, sagte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. «Die mangelnde Impfbereitschaft einiger darf nicht zu Einschränkungen aller führen.» Wiens Bürgermeister Michael Ludwig unterstützte die Pläne ebenfalls. Salzburg und Oberösterreich stehen ebenfalls dahinter, Kärnten und Vorarlberg wollen das Treffen noch abwarten.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter sagte als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, er orte bei den anderen Landeshauptleuten Zustimmung für einen Lockdown für Ungeimpfte. Einzig der Vertreter des Burgenlandes blieb skeptisch. Die Frage sei, wie ein «Lockdown für Ungeimpfte» in der Praxis funktionieren solle und wie man ihn erklären könne, sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil der APA.

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