Mehrheit der Deutschen lehnt US-Luftschlag in Syrien ab

Die große Mehrheit der Deutschen steht dem US-Militärschlag auf eine syrische Luftwaffenbasis einer Umfrage zufolge skeptisch gegenüber. Demnach lehnen 56 Prozent der Befragten das US-Eingreifen ab. Die Zustimmung ist bei AfD-Anhängern am größten

Die Deutschen lehnen den US-Luftangriff in Syrien mehrheitlich ab: In einer am Montag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap für die ARD-Sendung "hart aber fair" gaben 29 Prozent der Befragten an, dass sie das Vorgehen der USA gegen die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad befürworten. 56 Prozent lehnten das militärische Eingreifen der USA ab.

Die USA hatten in der Nacht zum Freitag von zwei Kampfschiffen aus 59 Marschflugkörper vom Typ Tomahawk auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt Al-Schairat in der zentralen Provinz Homs abgefeuert. US-Präsident Donald Trump hatte den Angriff als Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgasangriff wenige Tage zuvor in der von bewaffneten Gruppen kontrollierten Kleinstadt Chan Scheichun im Nordwesten Syriens bezeichnet.

Die Zustimmung zu dem Militärschlag ist unter den Anhängern der AfD mit 46 Prozent am größten. Am geringsten ist sie unter Anhängern der Linkspartei mit 13 Prozent Zustimmung. Die Anhänger von Union (31 Prozent Zustimmung) und SPD (34 Prozent Zustimmung) bewerteten das Vorgehen der USA ähnlich.

Infratest dimap befragte für "hart aber fair" am Freitag und Samstag 937 repräsentativ ausgewählte Bürger telefonisch. In der Regel haben Umfragen einen Fehlerbereich, in dem die tatsächlichen Werte in der Gesamtbevölkerung von denen in den Erhebungen abweichen können.

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