Meist trifft es Falschparker: Kölner zeigten 2016 fast 20.000 Mal andere Kölner an

An die 20.000 Fremdanzeigen gingen 2016 über die Webseite der Stadt Köln ein.

Das Online-Formular „Fremdanzeige“ auf der Internetseite der Stadt ist bei den Kölnern sehr beliebt. Im vergangenen Jahr wurde der Service 13.517 Mal genutzt – in den meisten Fällen, um dem Ordnungsamt Falschparker zu melden. Weitere 5717 Anzeigen wurden per Post erstattet, sodass insgesamt fast 20.000 Anzeigen zusammenkommen.

Wie sich die Zahlen seit Einführung des Online-Formulars vor einigen Jahren entwickelt haben, weiß die Stadt nicht. „Die Verfahren werden erst seit dem 1. Januar 2016 separat erfasst“, so Stephan Kresse, Leiter der Bußgeldstelle. Das Angebot für Privatpersonen oder Unternehmen, Falschparker zu melden, sei aber schon immer gern genutzt worden.

Fünf Mitarbeiter beschäftigen sich mit dem Thema

Mittlerweile reichen die Anzeigen aus, um beim Ordnungsamt fünf Vollzeit-Mitarbeiter zu beschäftigen. Die meisten Anzeige-Erstatter schicken an die Stadt auch ein Foto vom Fahrzeug des Parksünders. Laut Kresse ist das auch sinnvoll, denn sollte es der Falschparker auf eine juristische Auseinandersetzung ankommen lassen, seien ausreichende Beweismittel gefragt.

In 75 Prozent der Fälle akzeptierten die Angezeigten jedoch das von der Stadt angebotene Verwarngeld in Höhe von durchschnittlich 15 Euro.

Anzeige-Erstatter müssen im Notfall vor Gericht als Zeuge aussagen

Die Anzeigen würden von den Kölnern „in allen Lebenssituationen“ verfasst, sagt Kresse: „Es gibt auch Fahrradfahrer, die auf einem zugeparkten Radweg unterwegs sind, sich das Kennzeichen notieren und ein Foto machen.“ Mit großer Wahrscheinlichkeit würden mit der schnellen und einfachen Fremdanzeige aber auch andere Konflikte wie zum Beispiel Nachbarschaftsstreitigkeiten ausgetragen.

Manche Anzeige werde jedoch auch wieder zurückgezogen: Denn im Ernstfall, darauf weist die Stadt auch im Online-Formular hin, muss jeder Erstatter vor Gericht als Zeuge auftreten.

Mehr Infos unter www.stadt-koeln.de....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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