Meiste Deutsche befürworten Reisebeschränkungen wegen Corona

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Verwaistes Flughafen-Terminal

Die meisten Deutschen würden zusätzliche Reisebeschränkungen zum Schutz vor Corona-Infektionen befürworten. 57 Prozent sprachen sich in dem am Donnerstag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" für Grenzschließungen in der EU aus, um eine Ausbreitung des Virus zu bremsen. 40 Prozent hielten demnach eine solche Maßnahme für falsch.

Generell stoßen die geltenden Corona-Einschränkungen im Inland der Umfrage zufolge weiterhin mehrheitlich auf Zustimmung. 56 Prozent (plus fünf Prozentpunkte) gaben an, die Maßnahmen seien gerade richtig. 28 Prozent (unverändert) forderten eine weitere Verschärfung. Lediglich 14 Prozent (minus vier) halten die derzeitigen Maßnahmen für übertrieben.

59 Prozent sprachen sich auch für ein Festhalten an den Schulschließungen aus. 35 Prozent halten diese für falsch. Mehrheitlich abweichende Ansichten vertraten zu diesen Fragen nur die Anhänger der AfD.

Allerdings empfinden viele Menschen in Deutschland die Einschränkungen als stark belastend (36 Prozent) oder sogar sehr stark belastend (14 Prozent). 42 Prozent empfinden die Belastung als nicht so stark, acht Prozent fühlen sich überhaupt nicht beeinträchtigt.

Als besonders schwerwiegend werden die Kontaktbeschränkungen eingestuft (63 Prozent). Erst mit großem Abstand folgen die Einschränkungen bei Kultur und Sport (14 Prozent), Reisen (neun Prozent), Restaurants (acht Prozent) oder beim Einkaufen (drei Prozent).

Für die Umfrage befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Montag bis Mittwoch telefonisch 1371 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde je nach Anteilswert mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

Der Inzidenzwert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen ist laut Mitteilung des Robert-Koch-Instituts vom Morgen erstmals seit Monaten bundesweit wieder knapp unter 100 gefallen. Zuletzt hatte der Wert am 29. Oktober unter dieser Schwelle gelegen. Noch bis Mitte Oktober waren allerdings jeweils Inzidenz-Werte deutlich unter 50 verzeichnet worden.

bk/jp