Melania Trump wirbt bei erstem Solo-Wahlkampfauftritt für Wiederwahl ihres Mannes

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Bei ihrem ersten Solo-Wahlkampfauftritt vor der US-Präsidentschaftswahl am kommenden Dienstag hat First Lady Melania Trump für eine Wiederwahl ihres Mannes geworben. "Donald ist ein Kämpfer. Er liebt sein Land und er kämpft jeden Tag für Euch", sagte sie am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Atglen im Bundesstaat Pennsylvania, einem der Schlüsselstaaten.

Die Präsidentengattin sprach den Hinterbliebenen der mehr als 225.000 Corona-Toten in den USA ihr Mitgefühl aus. "Ich weiß, es gibt viele Menschen, die Angehörige verloren haben oder Menschen kennen, die für immer durch diesen stillen Feind beeinträchtigt bleiben", sagte sie. Die Gedanken und Gebete ihrer Familie seien mit den Betroffenen. "Wir werden über dieses Virus triumphieren", fügte sie hinzu.

Erster Auftritt seit August

Ursprünglich wollte die First Lady, die zuletzt auf dem Nominierungsparteitag der Republikanischen Partei im August eine Rede gehalten hatte, vergangene Woche gemeinsam mit dem Präsidenten Wahlkampf machen. Doch der Plan wurde durch einen "anhaltenden Husten" in Folge ihrer Corona-Infektion vereitelt. Das Präsidentenpaar und der gemeinsame Sohn Barron hatten sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Präsident Trump war Anfang Oktober drei Tage lang im Krankenhaus behandelt worden. Den Wahlkampf nahm er schnell wieder auf.

Melania Trump bei ihrem ersten Solo-Auftritt im Wahlkampf in Atglen, Pennsylvania (Bild: Reuters/Hannah Mckay)
Melania Trump bei ihrem ersten Solo-Auftritt im Wahlkampf in Atglen, Pennsylvania (Bild: Reuters/Hannah Mckay)

"Wir fühlen uns jetzt so viel besser", sagte Melania Trump am Dienstag vor den Anhängern ihres Mannes und dankte "für all die Liebe und Unterstützung", die ihrer Familie nach der Corona-Erkrankung zuteil geworden sei. Die Corona-Pandemie spielt im Wahlkampf eine zentrale Rolle. Trump hat die Gefahr durch das Virus wiederholt heruntergespielt. Sein Herausforderer Joe Biden von den oppositionellen Demokraten wirft ihm Versagen beim Krisenmanagement vor.

First Lady verteidigt Twitter-Gewohnheiten ihres Mannes

Die First Lady äußerte sich auch zu den exzessiven Twitter-Gewohnheiten ihres Mannes. "Zum ersten Mal in der Geschichte hören die Bürger dieses Landes direkt und ohne Verzögerung täglich über die sozialen Medien von ihrem Präsidenten", sagte sie. "Ich bin nicht immer einverstanden damit, wie er manches sagt", gab sie unter dem Gelächter der Zuhörer zu. Es sei jedoch wichtig für Trump, "dass er direkt zu den Menschen spricht, denen er dient", fügte sie hinzu.

US-Wahl: Schon jetzt halb so viele Wähler wie 2016

Mit ihrer "Be Best"-Kampagne wirbt die Präsidentengattin für einen respektvolleren gegenseitigen Umgang in den sozialen Medien. Angesichts des rabiaten Auftritts ihres Ehemannes im Online-Dienst Twitter erntete die Kampagne jedoch wiederholt Kritik.

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