Was die Menschen in Südkorea über Trumps Gipfel-Show denken

James Martin
Südkoreaner in Seoul schauen die Berichterstattung zum Gipfel an.

Es war ein Handschlag für die Geschichtsbücher. 

Die Welt stand kurz still, so schien es, als sich Nordkoreas Diktator Kim Jong-un und US-Präsident Donald Trump auf dem Gipfeltreffen in Singapur die Hand gaben. 

Nach dem Treffen kritisierten Experten und Journalisten die Einigung der beiden schnell als PR-Show. Ohne feste Zusagen aus Pjöngjang sei das Abschlussdokument wenig wert. 

In Japan und Südkorea, den beiden Ländern in Nordkoreas direkter Schusslinie, war der Gipfel aber mehr als nur ein Fernseherlebnis. 

► “Das Treffen erscheint wie Wunder”, sagt Dohoon Kim, Chefredakteur der südkoreanischen Ausgabe der HuffPost.

“Die Koreaner wollen, dass der Gipfel erfolgreich ist” 

Obwohl die Südkoreaner das Treffen auch als PR-Offensive sehen, stellt der Gipfel für sie laut Kim einen echten Fortschritt dar. “Man muss bedenken, dass die Südkoreaner noch vor einigen Monaten Angst vor einem Atomkrieg hatten”, erklärt er. 

Der Journalist ist der Meinung, dass nun klarer geworden sei, wie sehr die Südkoreaner wollen, dass der Deal mit dem Norden gelingt – also irgendwann Frieden auf der nordkoreanischen Halbinsel herrscht.

Das ist laut Dohoon Kim auch bei Trumps Presskonferenz deutlich geworden: “Manche Koreaner in den sozialen Medien fühlten sich von amerikanischen Journalisten beleidigt, die die Menschenrechtslage in Nordkorea während der Pressekonferenz kritisierten. Das zeigt, wie sehr die Koreaner einen erfolgreichen Gipfel wollen.”

Trump beantwortet Fragen von Journalisten nach dem Treffen mit Kim.

Nicht alle sind begeistert

Die Südkoreaner haben den Gipfel, seitdem er angekündigt wurde, stark befürwortet. Und auch generell sind sie interessierter an dem abgeschotteten Nachbarn im Norden, aus denen sonst nur Raketen oder Drohungen kamen.

Der Verkauf von...

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