Menschenrechtsbeauftragte Kofler fordert Abschaffung der Todesstrafe

Zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe hat die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, die weltweite Abschaffung der Todesstrafe gefordert. "Die Todesstrafe widerspricht der Würde des Menschen und dem Recht auf Leben", erklärte Kofler am Mittwoch. Sie sei zudem "unmenschlich und unnütz". Untersuchungen würden zeigen, dass die Todesstrafe potentielle Täter nicht von Verbrechen abhalte.

Außerdem berge die Todesstrafe die Gefahr, dass bei Fehlurteilen Unschuldige hingerichtet würden, führte Kofler aus. "Daher fordern wir gemeinsam mit unseren europäischen Partnern und vielen weiteren Staaten die weltweite Abschaffung der Todesstrafe und setzen uns für die Aussetzung der Vollstreckung von Todesurteilen auf der ganzen Welt ein."

Der Internationalen Tag gegen die Todesstrafe findet jedes Jahr am 10. Oktober statt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes richten rund ein Fünftel der 193 UN-Mitgliedstaaten weiterhin Menschen hin.