Mercedes-AMG E 63 T-Modell (2020): Facelift mit neuer Front-/Heckpartie erwischt

feedback@motor1.com (Stefan Wagner)
2020 Mercedes-AMG E63 Wagon Facelift Spion Foto

Fertig machen für den Kampf mit dem neuen Audi RS 6, bitte!

Aus gutem Grund finden viele Menschen, dass Autos wie ein Mercedes-AMG E 63 T-Modell, ein Audi RS 6 Avant oder ein Alpina B5 Touring nahe an der Perfektion sind. Sie sind geräumig, komfortabel, luxuriös, vollgestopft mit Technik und irrsinnig schnell. Und sie haben ein Handling, das nicht an einen Öltanker erinnert. Dennoch bevorzugen mehr und mehr Kunden das neumodische Performance-SUV. Der gute alte Power-Kombi verliert rapide an Marktanteilen. Genug Kundschaft für die familientauglichen Beschleunigungswunder scheint es dennoch zu geben.

Das E-Klasse Facelift naht

Audi bringt in Kürze einen neuen RS 6 und Mercedes-AMG hat gleich drei Performance-Kombis im Programm: Das C 63 T-Modell (zusammen mit dem etwas weniger garstigen C 43 T-Modell), die 35er- und 45er-Modelle des CLA Shooting Brake sowie natürlich das E 63 T-Modell. Letzterem steht nun ein Facelift bevor. Wir haben einen Erlkönig beim Testen am Nürburgring erwischt. 

Die Tarnung an der Front soll den Panamericana-Grill mit seinen diversen vertikalen Streben verstecken. Außerdem will man auch das finale Design der überarbeiteten Scheinwerfer noch nicht preisgeben. Es ist aber relativ klar, dass sich das E-Klasse-Facelift hier am Design von A-Klasse-Familie, CLA und Co. orientieren wird. Die Tarnfolie am Stoßfänger deutet daraufin, dass es auch hier Änderungen, vermutlich an den Lufteinlässe, geben wird. 

Am Heck hat man lediglich rund um die Rückleuchten mit Abklebung gearbeitet. Designänderungen dürften also hauptsächlich die Leuchten betreffen. Wenn es auch am Heckstoßfänger Überarbeitungen geben sollte, dürfte diese eher dezent ausfallen. 

Was im Interieur der E-63-Modellpflege passieren wird, wissen wir leider noch nicht. Es ist aber stark davon auszugehen, dass man das Comand-Infotainment  durch das deutlich fortschrittlichere MBUX-System ersetzen wird. Ansonsten wirkt das Cockpit des schnellen Lastesels auch jetzt noch erstaunlich frisch und modern, weshalb man die Änderungen klein halten kann. Auf Augenhöhe mit der Konkurrenz ist man nach wie vor.

Interessant wird es in puncto Antrieb. Aktuell leistet der E 63 in seiner stärksten Form 612 PS. Wir wissen aber auch, dass es der gleiche 4,0-Liter-Biturbo-V8 im neuen AMG GT 63 S Viertürer auf 639 PS bringt. Wir gehen dennoch davon aus, dass AMG nicht an der Leistungsschraube drehen wird. Es sollte bei den 612 PS bleiben. 

Das offizielle Debüt des überarbeiteten E 63 T-Modells dürfte im Laufe des Jahres 2020 erfolgen, kurz nach der Veröffentlichung des regulären E-Klasse-Facelifts.

Bilder: Automedia