Mercedes EQV: Elektrische V-Klasse debütiert mit 405 km Reichweite

feedback@motor1.com (Stefan Wagner)
Mercedes-Benz EQV lead image

Luxuriöse Null-Emissionen-Mobilität für bis zu 8 Personen

Auf dem Genfer Autosalon im März dieses Jahres zeigte Mercedes das EQV Concept als seriennahe Studie. Nun geht das Auto mit der Bezeichnung EQV in Serie. Der Stuttgarter Autobauer beschreibt die neueste Ergänzung zu seinem EQ-Portfolio als seine "erste elektrisch angetriebene Premium-Großraumlimousine" und verspricht emissionsfreie Mobilität in Kombination mit "überzeugenden Fahrleistungen und hoher Funktionalität". Der rein elektrische Bruder der V-Klasse wird seine Publikumspremiere vom 12. bis 22. September auf der Frankfurter IAA feiern. 

Es kommen noch viel mehr EQ-Modelle

Optisch ist der EQV praktisch identisch mit der in Genf gezeigten Studie. Die Front mit dem sogenannten Black-Panel-Kühlergrill erinnert an den EQC. Dazu gibt es spezielle 18-Zoll-Räder. Auch innen weicht der neue Elektro-Van nicht vom Concept Car ab. Diverse Akzente in flamboyantem Roségold kennzeichnen den EQV. Je nach Sitzkonfiguration bietet das Auto Platz für sieben oder acht Personen. Zwei Radstände (3,20 Meter oder 3,43 Meter) stehen zur Wahl. Entsprechend beträgt die Außenlänge 5,14 Meter oder 5,37 Meter. 

Herzstück des EQV ist ein an der Vorderachse montierter Elektromotor mit 150 kW (204 PS) und 362 Nm Drehmoment. Zur Beschleunigung von 0-100 km/h werden keine Angaben gemacht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Die Reichweite gibt Mercedes vorläufig mit 405 Kilometer an. Die 90-kWh-Lithium-Ionen-Batterie sitzt im Unterboden des Fahrzeugs und ermöglicht dem EQV so laut Hersteller "das volle Raumangebot". Serienmäßig verfügt der E-Bus über einen wassergekühlten On-Board-Lader mit einer Leistung von 11 kW. Damit ist er für das Wechselstromladen (AC) zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Mercedes verspricht ein Aufladen der Akkus von 10 auf 80 Prozent in weniger als einer Stunde. 

Der EQV rekuperiert in mehreren Stufen, die über Paddles am Lenkrad gesteuert werden. Zudem gibt es einen Eco-Assistenten, der Navigationsdaten, Verkehrszeichenerkennung und Informationen der Radar- und Kamerasysteme vernetzt und den Grad der Rekuperation selbstständig anpasst.

Wie die Studie implementiert auch die Serienversion des EQV das MBUX-Infotainmentsystem. Anders als beispielsweise bei der A-Klasse gibt es jedoch keine zwei Digital-Displays. Stattdessen wird das Auto über einen zentralen 10-Zoll-Screen bedient. MBUX erlaubt auch hier die bekannt fortschrittliche Sprachbedienung. Außerdem ist es möglich über eine App Ziele vorzuplanen, eine Abfahrtszeit einzugeben oder den Innenraum auf eine gewünschte Temperatur vor zu konditionieren. 

Zu Preisen und Marktstart des neuen EQV hat sich Mercedes noch nicht geäußert.