Mercedes GLA:-Neue Version soll zehn Zentimeter höher werden

feedback@motor1.com (Stefan Leichsenring)
Mercedes GLA 2020 (Rendering)

Der bisherige Crossover dürfte damit zum normalen Kompakt-SUV avancieren

Die Geschichte der Mercedes A-Klasse ist eine Erfolgsgeschichte, und das gilt auch für Derivate. Zu Letzteren zählen die B-Klasse, der CLA (in den Karosserieformen Coupé und Shooting Brake), der GLA und demnächst auch der GLB. Nach dem Generationswechsel bei der A-Klasse sind nun der Reihe nach auch die Abkömmlinge dran. So soll der neue GLA soll in den nächsten Wochen vorgestellt werden, berichtet die britische Autocar.

Der neue GLA als Erlkönig und eine Segment-Übersicht:

Die Marke mit dem Stern hat sich mit der Kompaktwagen-Reihe neue Kundenkreise erschlossen, vor allem jüngere. In Deutschland ist inzwischen fast jeder dritte Mercedes eine A-Klasse oder ein Derivat auf Basis der Modularen Frontantriebs-Architektur (MFA). Wie der Begriff besagt, unterscheiden sich die A-Klasse-Derivate von den größeren Mercedes-Verwandten durch ihren Frontantrieb.

Der GLA ist ein typisches Crossover-Modell: nicht so hoch wie ein SUV und nicht so bürgerlich wie eine Schrägheck-Limousine à la A-Klasse. Mit 4,52 Meter ist das Auto etwa so lang wie ein Audi Q3 oder BMW X1, aber deutlich niedriger. Der Mercedes-Claim "Passt in keine Schublade" trifft den Kern also ganz gut. Auf dem Markt ist der Wagen seit 2014.

Die neue Generation, die demnächst präsentiert werden soll, wird laut Autocar etwa zwei Zentimeter kürzer sein, der Radstand wächst um drei Zentimeter auf 2.729 Millimeter und damit auf den gleichen Wert wie bei der A-Klasse. Der längere Radstand ermöglicht mehr Beinfreiheit hinten und eine verschiebbare Rückbank, die wohl optional angeboten werden wird.

Doch vor allem soll der Neuling fast zehn Zentimeter höher werden. Das würde eine Höhe von etwa 1,59 Meter bedeuten und den GLA nahe an den 1,62 Meter hohen Audi Q3 heran bringen. Die Sonderrolle als Crossover wäre damit ausgespielt. Zu den Vorteilen soll eine größere Kopffreiheit im Fond gehören.

Nicht weiter überraschend ist, dass der GLA das neue Cockpit mit den großen Displays erhält. Auch bekommen die Allradversionen die neue 4Matic-Version, die eine vollständig variable Kraftverteilung auf Vorder- und Hinterräder ermöglicht. Die Motorenpalette wird wohl der der A-Klasse ähneln. Die Benziner haben 1,3 oder 2,0 Liter Hubraum und leisten 163 oder 225 PS. Dazu kommt noch ein 1,5-Liter-Diesel mit 114 PS und ein 2,0-Liter-Diesel mit 148 oder 187 PS, so Autocar. Auch ein Plug-in-Hybrid wie bei A- und B-Klasse ist geplant. Der GLA 250 e wird wie die bekannten Modelle 218 PS Systemleistung und eine Reichweite von rund 60 Kilometer bieten. Wie der Plug-in-Hybrid sollen auch die AMG-Versionen etwas später starten. Dazu gehören ein GLA 35 4Matic und ein GLA 45 4Matic, den es auch in einer S-Version geben wird.