Merkel besucht Putin: Russland-Experte empfiehlt „Zuckerbrot“ beim Staatstreffen

Laut Gernot Erler wird es beim Treffen um die Kriege in Syrien und der Ukraine gehen.

Am 2. Mai reist Bundeskanzlerin Angela Merkel ins russische Sotschi. Dort trifft sie zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder auf Präsident Wladimir Putin. Damir Fras sprach mit Gernot Erler (SPD), dem Russland-Koordinator der Bundesregierung über den Besuch.

Herr Erler, zum ersten Mal seit langer Zeit trifft die Bundeskanzlerin am Dienstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Fängt da ein neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen an?

Gernot Erler: Das ist ein Arbeitsbesuch, der mehr will als nur schöne Bilder. Das Treffen in Sotschi hängt zusammen mit den deutschen Vorbereitungen auf den G-20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg. Angesichts der aktuellen Weltlage wird es aber um mehr gehen als um G 20. Denken Sie an den ganzen Bogen von Konflikten von der Ukraine bis Syrien, von Libyen bis zum Jemen.

In den meisten dieser Konflikte betreibt Putin eine völlig andere Politik als Angela Merkel. Wie kann die Kanzlerin den russischen Präsidenten umstimmen?

Da hat Angela Merkel wenig Spielraum. Das Problem zum Beispiel in der Ukraine ist, dass wir eine klare Verabredung haben. Wir wollen nicht mehr, aber auch nicht weniger, als dass Russland die 13 Punkte aus dem sogenannten Minsker Abkommen erfüllt. Dazu hat sich Moskau schriftlich verpflichtet. Das gilt natürlich auch für die ukrainische Seite. Das Dilemma ist: Jede Seite zeigt mit dem Finger auf die andere Seite und beschuldigt sie, für Verletzungen der Waffenruhe verantwortlich zu sein. Die Kanzlerin wird sich darauf vorbereiten müssen, dass sie Putin in Sotschi einmal mehr auffordert,...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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