Merkel und Erdogan beraten per Telefonkonferenz über Flüchtlingskrise

Flüchtlingsjunge in Sarmada

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beraten am Dienstag über die Flüchtlingskrise an der türkisch-griechischen Grenze. Wegen der Coronavirus-Pandemie finden die Beratungen nicht wie geplant in Istanbul statt, sondern per Telefonkonferenz.

Erdogan hatte Ende Februar die Grenzen seines Landes zur EU für geöffnet erklärt. Daraufhin kam es zu einem starken Flüchtlingsandrang an der türkisch-griechischen Grenze. Griechische Behörden hielten die Grenzen geschlossen und drängten Flüchtlinge teilweise unter dem Einsatz von Tränengas zurück. Die Lage befeuerte den Flüchtlingsstreit zwischen der Türkei und der EU. Die EU wirft der Türkei vor, die Migranten als Druckmittel zu missbrauchen. Die Türkei wiederum beschuldigt die EU, ihre Zusagen aus dem im März 2016 geschlossenen Flüchtlingsabkommen nicht einzuhalten.