Merkel rechtfertigt Ausweisung russischer Diplomaten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ausweisung von zwei russischen Diplomaten im Zusammenhang mit dem Mord an einem Georgier in Berlin gerechtfertigt. Der Schritt sei nötig gewesen, "weil wir nicht gesehen haben, dass Russland uns bei der Aufklärung diese Mordes unterstützt", sagte Merkel am Mittwoch in London. Sie erwarte aber nicht, dass die diplomatischen Spannungen zwischen Berlin und Moskau den bevorstehenden Ukraine-Gipfel im sogenannten Normandie-Format beeinträchtigen werden.

"Ich glaube nicht, dass dadurch das Normandie-Treffen belastet ist", sagte Merkel. "Hier geht es um die Ukraine." Die Kanzlerin sagte, dass sie am Rande des Nato-Gipfels in London mit den Verbündeten bilateral über die deutsche Entscheidung zur Ausweisung der Diplomaten gesprochen habe.

Russland hatte mit aller Schärfe auf die Entscheidung des Auswärtigen Amts reagiert, im Zuge der Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Auftragsmord an einem Georgier in Berlin zwei Mitarbeiter der russischen Botschaft auszuweisen. Das Auswärtige Amt begründete seinen Schritt mit der fehlenden Mitwirkung Russlands bei der Aufklärung.