Merkel reist nach Saudi-Arabien

Bundeskanzlerin Merkel hat sich gegen Kritik verteidigt, wegen des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei erpressbar zu sein. Sie sei völlig frei, bedenkliche Entwicklungen in der Türkei anzusprechen, sagte Merkel dem Kölner "Stadt-Anzeiger". 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am Sonntag nach Saudi-Arabien. Gegen 12.00 Uhr (MESZ) wird Merkel in der Hafenstadt Dschiddah erwartet, wo sie von König Salman empfangen wird. Geplant sind ein gemeinsames Mittagessen sowie Beratungen über den G20-Gipfel im Juli in Hamburg. An den Gesprächen im Königspalast nehmen auch Kronprinz und Innenminister Mohammed bin Najef sowie der stellvertretende Kronprinz und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman teil.

Merkel will außerdem saudiarabische Unternehmerinnen treffen und mit ihnen über die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage insbesondere von Frauen sprechen. Für die Bundesregierung ist das ultrakonservative Königreich ein wichtiger Verbündeter im Anti-Terror-Kampf und bei den Bemühungen um eine Beilegung von Konflikten in Krisenländern wie Jemen oder Syrien. Zugleich steht Saudi-Arabien aber wegen massiver Menschenrechtsverletzungen in der Kritik.

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