Merkel sagt Sahel-Truppe weitere Unterstützung zu

Bundeskanzlerin Merkel bei dem Sahel-Gipfel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Anti-Terror-Truppe der westafrikanischen Sahel-Staaten (G5) die massive Unterstützung Deutschlands zugesagt. Merkel sagte am Mittwoch bei einem Gipfeltreffen mit Vertretern Malis und vier anderer westafrikanischer Länder bei Paris, die Bundesrepublik sei gemeinsam mit Frankreich und anderen EU-Staaten bereit, das Vorhaben "massiv zu unterstützen".

Die afrikanischen Staatschefs hätten deutlich gemacht, dass es um eine "drängende Aufgabe" gehe, sagte Merkel weiter. "Der islamistische Terrorismus breitet sich aus. Wir können nicht warten", betonte sie.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief als Gastgeber des Treffens in La Celle-Saint-Cloud westlich von Paris zu verstärkten Anstrengungen auf: "Wir müssen den Krieg gegen den Terrorismus in der Sahelzone gewinnen", unterstrich er.

Nach Macrons Angaben gibt es neue Finanzzusagen für die G5-Truppe, an der neben Mali auch Burkina Faso, Mauretanien, Niger und Tschad beteiligt sind. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Staaten stellten insgesamt 130 Millionen Dollar in Aussicht (gut 110 Millionen Euro).

Bis Mitte des kommenden Jahres soll die G5-Truppe rund 5000 Mann umfassen. Merkel äußerte die Hoffnung, die Truppe vollständig unter ein "UN-Dach" stellen zu können. Derzeit wird sie von UN-Blauhelmsoldaten unterstützt, die in Mali stationiert sind.

In der dünn besiedelten Sahel-Region sind mehrere dschihadistische Gruppierungen aktiv. Die Bundeswehr ist an einem Stabilisierungseinsatz der UNO in Mali beteiligt.