Merkel wird ab September erstmal schlafen

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Nach 16 Jahren als Bundeskanzlerin freut sich Angela Merkel auf ihre Zeit ohne politischen Druck ab September. Ihre bescheidenen ersten Pläne nach der Amtsübergabe verriet sie nun auf ihrer USA-Reise: nachdenken, lesen und schlafen.

Angela Merkel mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus (Bild: Guido Bergmann/Bundesregierung via Getty Images)
Angela Merkel mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus (Bild: Guido Bergmann/Bundesregierung via Getty Images)

Am Rande ihres letzten USA-Besuchs hat sich Angela Merkel für ihre Verhältnisse ungewöhnlich offen zu ihren persönlichen Plänen nach der Amtsübergabe geäußert. Demnach wird sie es nach ihren 16 Jahren als Bundeskanzlerin erstmal ruhig angehen lassen – sehr ruhig. 

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Sie werde versuchen, etwas zu lesen, "dann werden mir die Augen zufallen, weil ich müde bin, dann werde ich ein bisschen schlafen und dann schauen wir mal, wo ich auftauche", zitiert etwa die "Bild" das Gespräch.

"Nachdenken, was mich so eigentlich interessiert" 

Nach ihrer langen Zeit als Bundeskanzlerin hat sich Angela Merkel offenbar auch schon damit auseinandergesetzt, wie es sein wird, plötzlich nicht mehr das wichtigste Amt Deutschlands zu bekleiden. "Wahrscheinlich werden mir gewohnheitsmäßig verschiedene Gedanken in den Kopf kommen, was ich jetzt eigentlich machen müsste. Und dann wird mir ganz schnell einfallen, dass das jetzt ein anderer macht. Ich glaube, das wird mir sehr gut gefallen", so Merkel.

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Der Druck, ständig Entscheidungen treffen zu müssen, wird ihr auch nicht fehlen, so Merkel. Und auch ihr voller Terminkalender nicht. Anstatt gleich die nächste Einladung anzunehmen, "weil ich Angst habe, ich habe nichts zu tun und keiner will mich mehr" wolle sie erstmal eine Pause einlegen und nachdenken was sie eigentlich so interessiere, "denn in den letzten 16 Jahren habe ich dazu wenig Zeit gehabt."

Angela Merkel ist seit 2005 Bundeskanzlerin, in diesem Jahr tritt sie nicht mehr zur Wahl an.

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