Mehrheit findet Merkels Kurs besser als Zwangs-Grexit

Die Union hat dem ARD-"Deutschlandtrend" zufolge in der Wählergunst erneut zugelegt: In der Sonntagsfrage verbessert sich die CDU/CSU im Vergleich zum Vormonat um zwei Punkte auf 42 Prozent, die SPD kommt auf 24 Prozent

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt für ihr Vorgehen in der Griechenland-Krise Rückendeckung von den Wählern. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" hatte die Befragten vor die Wahl gestellt, ob sie einen erzwungenen Austritt Griechenlands aus dem Euro befürwortet hätten oder mit Merkels Verhandlungskurs in Brüssel einverstanden waren. 55 Prozent folgten dabei der Auffassung, dass sich Merkel alles in allem richtig verhalten habe. 31 Prozent hätten es besser gefunden, Griechenland zu einem Austritt aus dem Euro zu zwingen.

Vor die beiden Optionen - strenges Hilfspaket oder Zwangs-Grexit - gestellt, gaben 75 Prozent der befragten Grünen-Anhänger dem Verhandlungskurs der Kanzlerin den Vorzug vor einem erzwungenen Grexit. Unter den Anhängern der Union waren es 66 Prozent, bei der SPD 62 Prozent und bei den Linken 53 Prozent.

In der Kanzlerfrage lag Merkel weiterhin klar vor SPD-Chef Sigmar Gabriel. Wenn die Wähler den Kanzler direkt bestimmen könnten, würden der Umfrage zufolge 56 Prozent für Merkel stimmen und nur 14 Prozent für Gabriel, der damit im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt verlor.

In der Parteipräferenz lag die Union weiterhin bei 42 Prozent, die SPD bei 23 Prozent, die Grünen bei elf Prozent und die Linken bei zehn Prozent. FDP und AfD würden mit je vier Prozent nicht in den Bundestag kommen.

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