Merz dämpft Erwartungen an seinen Parteitagsauftritt

Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU)

Der unterlegene Bewerber um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat die Erwartungen an seine Rede auf dem bevorstehenden Parteitag gedämpft. "In Leipzig geht es nicht um Personalentscheidungen", sagte Merz der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. "Wir müssen die CDU als Ganzes voranbringen und dazu werde ich inhaltlich beitragen."

"Ich nehme am Bundesparteitag als Delegierter der CDU des Hochsauerlandkreises teil und werde mich an der Diskussion zu den Sachthemen gerne beteiligen", sagte Merz weiter. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte unter Berufung auf Parteifreunde von Merz berichtet, er wolle die Aussprache über die Arbeit der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer für seine Wortmeldung nutzen. Seine Rede habe er sinngemäß mit den Worten angekündigt: "Es wurden schon andere Reden in Leipzig gehalten."

Das sollte als Anspielung auf den Leipziger Reformparteitag im Jahr 2003 verstanden werden. Damals warb die Parteivorsitzende Angela Merkel für "das größte und umfassendste Reformpaket, das es in der CDU Deutschlands seit langem gegeben hat".