Messergewalt ist ein echtes Problem in Deutschland – und wir alle haben Schuld daran

Sebastian Christ

Wir müssen endlich anfangen, über die Messer in den Taschen zu reden. Sowohl darüber, was sie anrichten. Als auch darüber, woher sie kommen.

In den vergangenen Wochen hat sich in Deutschland eine regelrechte Angstdebatte um dieses Thema entwickelt. Grund waren einige spektakuläre Gewalttaten, bei denen Messer zum Einsatz kamen.

Die drei Fälle der bekanntesten Fälle:

► Am 27. Dezember erstach ein als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland eingereister Afghane in der rheinland-pfälzischen Stadt Kandel seine 15-jährige Ex-Freundin.

In Lünen ersticht ein 15-jähriger, polizeibekannter deutscher Staatsbürger am 22. Januar einen 14-jährigen Mitschüler.

Und am 7. März tötet ein erst 15-Jähriger Deutscher eine Mitschülerin mit 20 Messerstichen in deren Berliner Wohnung.

Natürlich spielt auch die Debatte um Zuwanderung von Flüchtlingen eine Rolle dabei, warum derzeit so intensiv über Messergewalt gesprochen wird.

Artikel der

Der Vorwurf, vor allem von rechts: Erst durch den Zuzug von mehr als einer Million Asylbewerbern in den Jahren 2015 und 2016 seien Messer überhaupt zu einem Problem geworden.

Statistik zeigt Anstieg von Messerangriffen

In islamfeindlichen Foren wird über “Messer-Fachkräfte” gespottet, die Kanzlerin Angela Merkel “ins Land gelassen” habe.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt zuerst vor allem zwei Dinge:

► Ja, es gibt einen Anstieg der Messerattacken.

► Und: Nein, das ist kein neues Problem.

Nicht in allen Bundesländern werden Messerattacken separat in der Kriminalitätsstatistik ausgewertet. In Berlin sind die Zahlen auch deswegen recht gut dokumentiert, weil der CDU-Abgeordnete Peter Trapp seit Jahren mit kleinen Anfragen beim Innensenat die jeweiligen Daten erhebt.

Außerdem eignet sich Berlin noch aus einem...

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