Mexikanischer Drogenboss in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt

Der mexikanische Drogenboss Alfredo Beltrán Leyva ist in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem muss der 46-Jährige knapp 530 Millionen Dollar (fast 500 Millionen Euro) Strafe zahlen, wie ein Bundesrichter entschied

Der mexikanische Drogenboss Alfredo Beltrán Leyva ist in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem muss der 46-Jährige knapp 530 Millionen Dollar (fast 500 Millionen Euro) Strafe zahlen, wie Bundesrichter Richard Leon am Mittwoch (Ortszeit) in Washington entschied. Der Angeklagte hatte sich der Verschwörung zum Schmuggeln von Kokain und Methamphetaminen schuldig bekannt.

Beltrán Leyva alias "Mochomo" habe über ein Jahrzehnt lang einen großen Schmugglerring angeführt, der tonnenweise Kokain und Methamphetamine in die USA importiert habe, erklärte Vize-Justizminister Kenneth Blanco. Der Angeklagte habe mit seinem Kartell eine "Kampagne der Gewalt und der Angst" in Nordamerika geführt.

James Hunt von der Drogenbekämpfungsbehörde DEA nannte Beltrán Leyva einen der "Goliaths" der mexikanischen Drogenschmuggler, die für ihre "gewalttätigen Geschäftspraktiken" berüchtigt seien und die USA mit illegalen Drogen "überschwemmt" hätten.

Beltrán Leyva war 2008 in Culiacán im Nordwesten Mexikos gefasst und 2014 an die USA ausgeliefert worden. In den 2000er Jahren war das Beltrán-Leyva-Kartell, das sich von Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán abgespalten hatte, eines der mächtigsten in Mexiko. Doch nachdem die Armee den "Boss der Bosse", Arturo Beltrán Leyva, getötet hatte, begann 2009 der Niedergang des Kartells.

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