Microsoft kauft den Spielehersteller Activision Blizzard

·Lesedauer: 4 Min.
Microsoft sichert sich mit der Übernahme beliebte Spiele wie „Call of Duty", „Overwatch" oder „Candy Crush".
Microsoft sichert sich mit der Übernahme beliebte Spiele wie „Call of Duty", „Overwatch" oder „Candy Crush".

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Microsoft plant laut dem „Wall Street Journal“ die größte Übernahme der Firmengeschichte. Demnach bietet der Technologiekonzern fast 70 Milliarden US-Dollar für Activision Blizzard, dem nach Umsatz weltgrößten Spielehersteller. Der Kaufpreis pro Aktie beträgt 95 Dollar pro Stück. Das sind insgesamt 68,7 Milliarden Dollar, die in bar bezahlt werden sollen. Microsoft-Gaming-Chef Phil Spencer sagte, der Deal solle innerhalb der kommenden 18 Monate abgeschlossen werden.

Activision Blizzard war durch Sexismus-Vorwürfe und schwache Zahlen jüngst unter Druck geraten. Mit dem Zukauf wird Microsoft eigenen Angaben zufolge die globale Nummer drei bei der Spieleentwicklung und im Entertainment. Platz eins und zwei belegen der japanische Playstation-Hersteller Sony sowie der chinesische Technologiekonzern Tencent. [Mehr bei Wall Street Journal, Handelsblatt, CNBC und Bloomberg]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Wie macht man ein Startup attraktiv für den Exit? Ein M&A-Berater verrät fünf Tipps, wie ihr euer Unternehmen zum Objekt der Begierde macht. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Autodoc hat den geplanten Börsengang aufgeschoben und sucht nun laut dem „Handelsblatt“ einen Investor. Europas größter Online-Ersatzteilehändler halte angesichts rückläufiger Bewertungen bei Technologieunternehmen Ausschau nach einem Geldgeber, der einen Minderheitsanteil an der Firma nehmen würde, schrieb die Zeitung. Das Ziel des Börsengangs behalte man aber weiter im Auge, hieß es weiter. Eigentlich wollte das Startup 2021 an die Börse gehen. Die Bewertung beim möglichen Einstieg eines Investors sei derzeit unklar, werde aber wohl unter fünf Milliarden Euro liegen. [Mehr bei Handelsblatt]

Volkswagen und Bosch planen gemeinsam eine vollständig lokalisierte Lieferkette für E-Mobilität. Bei der Allianz geht es um den Aufbau integrierter Batterieproduktionssysteme, um Batteriezell- und Systemhersteller bei der Wartung vor Ort zu unterstützen. Jeweils 40 Entwickler aus beiden Konzernen sollen bis Ende des Jahres die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vorbereiten. Bislang dominieren asiatische Unternehmen den Milliardenmarkt. [Mehr bei Manager Magazin, Handelsblatt und Techcrunch]

Die Sofi-Aktien sind am Dienstag im nachbörslichen Handel um mehr als 16 Prozent geklettert. Zuvor war bekannt geworden, dass das in San Francisco ansässige Fintech seine letzte regulatorische Hürde genommen hatte, um eine Bank zu werden. Das Finanzunternehmen bietet Bankprodukte wie Kredite, Geldkonten und Debitkarten an. Um eine Bank zu werden, plant Sofi, den kalifornischen Gemeinschaftskreditgeber Golden Pacific Bancorp zu erwerben und seine Tochterbank als Sofi Bank zu betreiben. Der Deal soll im Februar abgeschlossen werden. [Mehr bei CNBC]

US-Fluglinien haben vor einem Chaos in der Luftfahrt durch die 5G-Einführung gewarnt. Der ab heute geplante Einsatz des Frequenzbereiches in den USA könnte Maschinen unnutzbar machen, hieß es in einem Schreiben mehrerer Konzerne – darunter American Airlines, Delta Air Lines, United Airlines und Southwest Airlines. Die Luftfahrtbranche warnt seit längerem davor, dass die 5G-Sendeanlagen möglicherweise einige Instrumente des Flugverkehrs stören könnten. Wegen der Sicherheitsbedenken machten AT&T und Verizon in letzter Minute Zugeständnisse. Man werde die Einführung des neuen Mobilfunkstandards in der Nähe von Flughäfen zunächst begrenzen, hieß es. Emirates, Air India, ANA und Japan Airlines hatten angekündigt, einige Flüge in die USA aufgrund der 5G-Einführung zu stornieren. [Mehr bei Wall Street Journal, Handelsblatt, Handelsblatt und The Verge]

Investitionen: Opensea, der größte NFT-Marktplatz, hat den Kryptowährungs-Wallet-Anbieter Dharma Labs für einen nicht genannten Betrag übernommen. Opensea wurde 2017 gegründet und wurde kürzlich mit 13,3 Milliarden US-Dollar bewertet. Dream Games, ein in Istanbul ansässiger Entwickler von Handyspielen, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 255 Millionen US-Dollar gesammelt. Investoren schätzen das Unternehmen jetzt auf 2,75 Milliarden Dollar, fast die dreifache Summe, die es bei seiner letzten Fundraising-Serie vor nur sechs Monaten wert war. Rocket Lab, ein US-Unternehmen für Raumfahrtsysteme kauft Solaero Holdings, einen Anbieter von Solarenergieprodukten für die Raumfahrt, für 80 Millionen US-Dollar in bar. Der Deal wurde ursprünglich im Dezember angekündigt. Animoca Brands, ein acht Jahre altes, in Hongkong ansässiges Unternehmen, hat 360 Millionen US-Dollar an neuen Mitteln aufgebracht. Damit kommt das Spielesoftwareunternehmen auf eine Bewertung von mehr als fünf Milliarden Dollar. [Mehr bei Reuters, CNBC, Techcrunch und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Anna Christmann soll die neue Startup-Beauftragte im Wirtschaftsministerium werden. Die 38-jährige Grünen-Politikerin ist bekannt für ihr Fachwissen sowie ihr Interesse für Tech- und Digitalthemen. In der Szene ist ihr Name bislang jedoch eher unbekannt. [Mehr bei Gründerszene]

Ihr wollt nichts verpassen? Dann abonniert doch unseren Gründerszene Newsletter! Der erscheint jeden Morgen um 8:30 Uhr und bringt euch alle wichtigen Neuigkeiten direkt ins Postfach.

Einen schönen Mittwoch!

Eure Gründerszene-Redaktion

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.