Mieten in Berlin: 13.000 Berliner demonstrierten für bezahlbare Mieten

Mit Transparenten zogen die Teilnehmer durch die Stadt

Mit bunten Regenschirmen standen Demonstranten am Sonnabend auf dem Potsdamer Platz dicht beieinander, auf selbst gebastelten Plakaten waren Sprüche wie "Nachbarn behalten, Miethaie verdrängen" zu lesen. Es wurde gepfiffen, gesungen und in Trillerpfeifen gepustet.

Um 14 Uhr startete die Großdemonstration, zu der ein Bündnis von mehr als 245 Mieterinitiativen, linken Gruppen, Mietervereinen Stadtteilläden und Sozialverbänden aufgerufen hatte. Unter dem Motto "Mietenwahnsinn stoppen!" demonstrierten sie gegen steigende Mieten und Wohnungsmangel. "In Berlin werden Menschen durch steigende Mieten verdrängt. Mietwohnungen werden in Eigentum umgewandelt", bemängeln die Organisatoren. Vor der Veranstaltung haben sie mit rund 4000 Teilnehmern gerechnet, Es wurden laut Polizeiangaben 13.000.

Unter ihnen waren auch Sophie Eulet (36) und Rafeal Triebel (32), die ihre 10 Wochen alte Tochter Ada im Kinderwagen mitgenommen hatten. Aus der Zwei-Zimmer-Wohnung in Weißensee, in der sie seit 10 Jahren wohnen, würden sie gerne in naher Zukunft in eine Drei-Zimmer-Wohnung ziehen – doch die jungen Eltern befürchten, dass sie sich eine solche nicht leisten können. "Als Selbstständige haben wir es besonders schwer. Bei Besichtigungen sollen wir angeben, wie viel wir im nächsten Jahr verdienen werden - das können wir aber nicht absehen", sagt Sophie Eulet. Die Tochter steht schon auf der Liste für einen Kindergartenplatz – doch das Paar befürchtet, dass auch diese in Zukunft knapper werden, da auch di...

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