Mieten in Berlin: Linke will härter gegen Mietenanstieg in Berlin vorgehen

Die Linke prangert Methoden der „Deutsche Wohnen“ an. Eine schärfere Mietpreisbremse und Rückkauf von Wohnungen sollen helfen.

Die "Deutsche Wohnen" ist mit mehr als 100.000 Wohnungen der größte Vermieter in Berlin. In den vergangenen Monaten sorgte das Unternehmen eher für kritische bis negative Schlagzeilen: Mieterhöhungen von bis zu 50 Prozent im Zusammenhang mit Modernisierungen, Beschwerden von Mietern über mangelhafte Instandhaltung oder Streit um den Mietspiegel. Deshalb haben die Linke-Fraktionen im Bundestag und im Abgeordnetenhaus eine gutachterliche Stellungnahme zur Unternehmensstrategie und den wirtschaftlichen Verhältnissen des Unternehmens in Auftrag gegeben. Am Montag wurde die Expertise des Wirtschaftswissenschaftlers Heinz-J. Bontrup, Professor an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Recklinghausen, vorgestellt.

Der Stadtsoziologe Andrej Holm, Kurzzeit-Staatssekretär und nun Berater der Linke-Fraktion, erklärte, Hauptziel der "Deutsche Wohnen" sei die Ertragsoptimierung. Dazu verfolge sie eine Strategie des "Discountwohnens". Der Bestand werde in großen Teilen vernachlässigt, Service und Kommunikation zwischen Verwaltung und Mietern sei schlecht, Reparaturen würden zögerlich oder gar nicht ausgeführt. Andererseits würden häufig Mieterhöhungen ausgesprochen, die über dem Mietspiegel lägen. Einige Häuser würden allerdings energetisch modernisiert und somit aufgewertet, dort steige dann die Miete sehr stark. Schließlich habe die "Deutsche Wohnen" Kredite aus der Förderung des sozialen Wohnungsbaus vorfristig abgelöst, um die Fristen für Mietpreis- und Belegungsbindung zu verkürzen...

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