Das ist das milliardenschwere Firmen-Imperium von Galeria-Karstadt-Eigentümer René Benko, das jetzt ins Wanken gerät

Immobilieninvestor Rene Benko ist Gründer der Signa-Gruppe. - Copyright: Sebastian Widmann/Getty Images
Immobilieninvestor Rene Benko ist Gründer der Signa-Gruppe. - Copyright: Sebastian Widmann/Getty Images

Der österreichische Unternehmer und Investor René Benko ist Multimilliardär. "Forbes" schätzt sein Vermögen auf 5,7 Milliarden Euro. Doch seinem Milliarden-Imperium scheinen offenbar schwierige Zeiten bevorzustehen. Es kam zu Insolvenzen und Baustopps, mehrere Firmen wurden verkauft und Investoren gehen auf Distanz.

Auf Grund der Krise soll Signa den Sanierungsexperten Arndt Geiwitz an Bord geholt haben, berichtet "Trend". Geiwitz machte sich schon bei Unternehmensabwicklungen wie Schlecker und Lufthansa einen Namen. Insidern zufolge sollen Mitgesellschafter René Benko zum Rückzug auffordern, berichtet die "Lebensmittelzeitung".

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof, das berühmte Chrysler-Building im New Yorker Stadtteil Manhattan oder der Hamburger Elbtower: All das gehört zu Signa Holding, einem Unternehmen bei dem Benko größter Anteilseigner ist. Es gliedert sich in zwei Sparten, Immobilien und Handel, ist aber auch im Mediengeschäft tätig und hält Anteile am "Kurier" und der "Kronen Zeitung".

 - Copyright: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH / Collage: Business Insider
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Diverse Immobilienprojekte

Signa ist einer der größten privaten Immobilieneigentümer Europas. Auf ihrer Website gibt die Gruppe ein Immobilienvermögen von 28 Milliarden Euro an, berichtet die "NZZ".

Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Bau des Hamburger Elbtowers gestoppt wurde. Laut „Bild“ soll der Stopp mit ausstehenden Zahlungen der Signa Gruppe zusammenhängen, die hinter dem insgesamt eine Milliarde teuren Projekt steht. Das Prestigeprojekt, entworfen vom Stararchitekten David Chapperfield, soll das dritthöchste Gebäude Deutschlands werden, berichtet das “RND”.

Auch in Stuttgart soll ein Millionenprojekt gestoppt worden sein, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Im März wurde bekannt, dass Benko die Hälfte seiner Kadewe-Immobilie an ein thailändisches Unternehmen verkauft.

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof gehört zum Reich von René Benkos Signa-Gruppe. Mittlerweile musste die Kette durch die zweite Insolvenz, der Bund verlor knapp 600 Millionen Euro. Der Handelsgigant liegt laut Business Insider-Informationen auch nach seiner zweiten Insolvenz bei Gewinn und Liquidität schon wieder dutzende Millionen hinter dem Plan.

Diverse Luxuskaufhäuser

Luxus-Kaufhäuser wie das Kadewe in Deutschland, Globus in der Schweiz und Selfridges in Großbritannien gehören ebenfalls – oft geteilt mit der thailändischen Central Group – zu Signa.

Insolvenzen: Signa Sports United ist pleite

Zuletzt ließ der Immobilien- und Handelsgigant Signa seine börsennotierte Tochter Signa Sports United in die Insolvenz schlittern. Zu Signa Sports United gehören 80 Anbieter und 500 Shops, unter anderem Fahrrad.de und Tennis Point.

Die Signa Gruppe hat mehrere Firmen abgestoßen

Dazu passt, dass die Gruppe bereits die österreichische Möbelkette Kika/Leiner und den Sporthändler SportScheck abstieß. Wegen des Verkaufs der Möbelkette wird Signa Insolvenzverschleppung vorgeworfen. Der Sportartikel-Filialist Sportscheck soll vom britischen Modehändler Frasers übernommen werden. Sportscheck setze in 34 Filialen pro Jahr rund 350 Millionen Euro um, berichtet das “Handelsblatt”.

jm