Millionenforderung gegen Ex-NPD-Politiker nach Anschlag auf geplante Notunterkunft

Brennende Turnhalle in Nauen im August 2015

Fast viereinhalb Jahre nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen ist der frühere NPD-Politiker Maik S. auf einen Millionenbetrag verklagt worden. Die erste mündliche Verhandlung in dem Zivilprozess gegen S. und zwei Mittäter soll am 31. März stattfinden, wie ein Sprecher des Potsdamer Landgerichts am Donnerstag sagte. Die Ostdeutsche Kommunalversicherung verlangt demnach fast 2,9 Millionen Schadensersatz von den dreien.

Zunächst hatte die "Märkische Allgemeine" berichtet. Im Oktober vergangenen Jahres war S. zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt worden, wobei darin neben dem Brandanschlag auch eine Verurteilung wegen Sachbeschädigung enthalten war.

Bei dem Brandanschlag war im August 2015 die Sporthalle einer Schule, die als Notunterkunft für Asylsuchende vorgesehen war, durch die Flammen völlig zerstört worden. Das Gebäude wurde später neu errichtet. In dem Zivilprozess fordert die Ostdeutsche Kommunalversicherung nun die Kosten für den Wiederaufbau der Halle.