Mindestens 14 Tote nach Attacken von Rebellen auf Armeeeinrichtungen in Myanmar

Die paramilitärische Nationale Befreiungsfront Taaung 2014

Bei Kämpfen zwischen Rebellengruppen und dem Militär in Myanmar sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Bewaffnete Rebellen attackierten am Donnerstag mehrere Einrichtungen der Sicherheitsbehörden in der bei Touristen beliebten Stadt Pyin U Lwin nahe Mandalay, darunter ein Ausbildungszentrum der Armee.

Ebenfalls angegriffen wurde ein Polizeiposten. Dort sah ein AFP-Reporter die Leichen von sieben Soldaten und vier Polizisten. Nach Angaben des Militärs wurden darüber hinaus zwei weitere Soldaten und ein Zivilist getötet.

Die paramilitärische "Nationale Befreiungsfront Taaung" (TNLA) bekannte sich zu den Angriffen und bezeichnete sie als Vergeltung für Offensiven des Militärs auf von ihr kontrollierte Gebiete. Das Militär hatte nach eigenen Angaben vor einigen Wochen mehrere Tonnen Drogen in der Region beschlagnahmt. Das Gebiet im Osten des Landes ist laut Experten die weltgrößte Produktionsstätte für die synthetische Droge Crystal Meth. Bewaffnete Rebellengruppen und das Militär kämpfen dort seit Jahrzehnten um Land und Ressourcen. In vielen Fällen bekämpfen sich die Rebellengruppen auch gegenseitig.

Die TNLA hatte die Angriffe in Pyin U Lwin nach eigenen Angaben mit zwei weiteren Rebellengruppen abgestimmt, der "Allianz Nationaler Demokratischer Armeen" (MNDAA) und der "Arakan-Armee", die für einen unabhängigen Rohingya-Staat im Westen Myanmars kämpft.