Mindestens 15 Tote bei Angriffen auf Kontrollposten im Süden Thailands

Einsatzkräfte in der thailändischen Provinz Yala

Bei den schwersten Angriffen mutmaßlicher muslimischer Rebellen seit Jahren sind in Thailand mindestens 15 Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei den Angriffen auf zwei mit Freiwilligen besetzte Kontrollposten in der Provinz Yala im Süden des Landes verletzt worden, sagte Armeesprecher Pramote Prom-in am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Zwölf Menschen seien bei den Angriffen am Dienstagabend sofort gestorben, drei weitere später im Krankenhaus.

Nach Angaben eines Regierungssprechers forderte Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha nach dem Vorfall, die Täter müssten "vor Gericht gebracht" werden. Die Angreifer entwendeten laut Armee Schusswaffen von den Kontrollposten, zudem seien auf den Straßen Nägel zerstreut worden - vermutlich, um Fahrzeuge der Sicherheitskräfte auszubremsen, teilte die Armee mit. Die Posten seien vorerst geschlossen worden, derzeit liefen Ermittlungen.

In der mehrheitlich muslimischen Region in der Nähe der Grenze zu Malaysia schwelt seit Jahren ein blutiger Konflikt zwischen der Regierung und Rebellen. Diese fordern mehr Autonomie für die südlichen Provinzen. Die tödlichen Angriffe zielten in der Vergangenheit hauptsächlich auf Symbole des thailändischen Staates sowie die Sicherheitskräfte ab - in den meisten Fällen kamen dabei aber Zivilisten ums Leben.

Die Rebellen griffen auch touristische Ziele an, wie beispielsweise 2012, als bei einer Autobombenserie in der Provinz Songkhla 13 Menschen getötet wurden. Mehr als 7000 Menschen, die meisten von ihnen Zivilisten, wurden im Verlauf der Unruhen seit 2004 getötet.