Mindestens 16 Tote bei Hauseinsturz in Aleppo

Beim Einsturz eines mehrstöckigen Gebäudes in der syrischen Großstadt Aleppo sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder. Der Einsturz am Sonntag sei durch einen Wasserschaden im Fundament des aus fünf Etagen bestehenden Hauses ausgelöst worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Polizei. Er ereignete sich um 03.00 Uhr morgens, als die Bewohner schliefen.

Laut Sana stieg die Zahl der Toten von zunächst zehn auf mindestens 16, vier Menschen konnten verletzt geborgen werden. Nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur Anha gab es zwölf Tote, darunter fünf Kinder.

Die Bergungsarbeiten waren am Sonntag noch im Gange. Die Rettungskräfte vermuteten, dass sich Vermisste in den Trümmern befanden. Nach Angaben des Innenministeriums lebten sieben Familien in dem Gebäude, nach Angaben der Hausbewohner waren es rund 35 Menschen.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte handelt es sich bei den zehn Todesopfern um Flüchtlinge aus dem Gebiet Afrin im Nordosten Syriens. In dem Stadtviertel Scheich Maksud, in dem sich das Unglück ereignete, wohnen vorwiegend syrische Kurden. Viele von ihnen waren nach Beginn einer türkischen Militäroffensive in Nordsyrien im Jahr 2018 nach Aleppo geflüchtet.

Die Beobachtungsstelle ist in Großbritannien ansässig und stützt sich bei ihren Angaben auf ein Netz von Informanten in Syrien.

Viele Flüchtlinge in Syrien kommen in maroden Häusern unter, Gebäudeeinstürze sind keine Seltenheit. Im vergangenen September waren bei einem Hauskollaps in Aleppo zehn Menschen getötet worden, darunter drei Kinder.

kbh/ju