Mindestens 73 Tote durch Erdbeben in Italien

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Zerstörungen in Amatrice

Bei einem Erdbeben im Zentrum Italiens sind mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen. Es gab beträchtliche Zerstörungen etwa in Amatrice. Das Dorf liegt nahe L'Aquila, wo 2009 mehr als 300 Menschen bei einem Beben starben. 

Die Zahl der Todesopfer durch das schwere Erdbeben in Mittelitalien ist auf mindestens 73 gestiegen. Das teilte der Zivilschutz des Landes am Mittwoch mit. Es gebe noch zahlreiche Vermisste infolge des Erdbebens der Stärke 6,0, das in der Nacht im Zentrum Italiens mehrere Dörfer teilweise zerstörte.

Das Erdbeben, das die Menschen um 03.36 Uhr aus dem Schlaf riss, richtete in den Bergdörfern rund um das Epizentrum nahe der Ortschaft Norcia in der Provinz Perugia beträchtliche Schäden an. Am schlimmsten waren die Schäden in Pescara del Tronto nahe Arquata del Tronto in der Region Marken. Das Gebiet ist eine beliebte Urlaubsregion.

Die Einschätzung des Ausmaßes der Schäden gestaltete sich schwierig, die betroffene Bergregion war zum Teil von der Außenwelt abgeschnitten. Ministerpräsident Matteo Renzi sagte eine für Donnerstag geplante Reise nach Paris ab, wo er an einem Treffen der europäischen Sozialisten teilnehmen wollte. Papst Franziskus unterbrach seine wöchentliche Generalaudienz und drückte seinen "großen Schmerz" und seine "Solidarität" mit allen Betroffenen aus.