Zehn Corona-Patienten bei Brand in türkischem Krankenhaus ums Leben gekommen

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Eine Polizieabsperrung vor der Klinik in Gaziantep

Bei einem Brand in einem Krankenhaus im Südosten der Türkei sind zehn Corona-Patienten ums Leben gekommen. Wie das Gesundheitsministerium am Wochenende mitteilte, wurde der Brand in einer Klinik in Gaziantep ausgelöst, als der Sauerstofftank eines Beatmungsgeräts auf der Intensivstation explodierte. Bei allen Todesopfern handelte es sich den Angaben zufolge um Patienten, die mit einer Corona-Infektion in das Krankenhaus eingeliefert worden waren.

"Wir sind tieftraurig angesichts dieser Tragödie", erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag vor einem Besuch in Gaziantep. Auf Bildern, die von türkischen Medien verbreitet wurden, waren die ausgebrannte Intensivstation und verkohlte Krankenhausbetten zu sehen. Mehrere Patienten mussten nach dem Brand in andere Krankenhäuser verlegt werden.

Die Türkei hat seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 1,9 Millionen Infektionen und über 17.600 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

Nach einem Anstieg der Neuinfektionen hatte die türkische Regierung kürzlich eine Ausgangssperre für die Wochenenden angeordnet. Seit November sind die Schulen geschlossen, Restaurants und Cafés dürfen nur noch Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

mid