Mindestens 16 Tote bei Explosion in Kantine von Kommunalverwaltung in China

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Rettungskräfte suchen nach den letzten Verschütteten (AFP/-)

Bei einer Explosion in einer Kantine der Kommunalverwaltung sind im Südwesten Chinas mindestens 16 Menschen getötet worden, zehn weitere wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua verletzt. Das Gebäude am Stadtrand von Chongqing wurde bei der Explosion komplett zerstört, alle 26 Angestellten, die dort gerade zu Mittag aßen, wurden unter den Trümmern begraben. Als Ursache des Unglücks wurde ein Gasleck vermutet.

Bei den Opfern handelte es sich laut Xinhua um Mitarbeiter eines Nachbarschaftskomitees im Bezirk Wulong, das die Parteilinie auf der untersten Ebene durchsetzen soll. Bis Mitternacht (Ortszeit) gelang es demnach den Rettungskräften, alle Verschütteten zu bergen. Die Verletzten wurden nach Angaben der Behörden ärztlich behandelt. Einer von ihnen schwebte noch in Lebensgefahr.

Auf Fotos und Videos von Xinhua waren Rettungskräfte in orangefarbenen Schutzanzügen und Schutzhelmen zu sehen, die sich mit Hilfe von Flutlicht durch die Trümmer arbeiteten. Aufnahmen des staatlichen Fernsehsenders CCTV in den Online-Netzwerken hatten zuvor gezeigt, wie eine Wolke aus Rauch und Staub über dem eingestürzten Gebäude aufstieg.

Eine Augenzeugin sagte dem staatlichen Fernsehsender Phoenix TV, die Explosion sei "sehr beängstigend" gewesen. Die Fensterscheiben ihrer Wohnung seien bei der Detonation geborsten. Die Behörden leiteten Ermittlungen zur genauen Ursache der Explosion ein.

Wegen laxer Sicherheitsvorkehrungen und mangelnder Kontrollen sind Gasexplosionen in China keine Seltenheit. Erst im Juni waren bei der Explosion einer Gasleitung in einem Wohnhaus in der zentralchinesischen Provinz Hubei 25 Menschen ums Leben gekommen. Im Oktober kamen mindestens vier Menschen bei einer Gasexplosion in einem Restaurant der nordostchinesischen Stadt Shenyang ums Leben, rund 50 weitere wurden verletzt.

ans/ck

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