Mindestens sieben Tote bei dschihadistischen Angriffen in Mosambik

Mindestens sieben Menschen sind bei dschihadistischen Angriffen im Norden Mosambiks getötet worden. Geflüchtete berichteten der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, dass vier Menschen in dem Dorf Natupile in der Provinz Cabo Delgado enthauptet worden seien. In einer Graphitmine des australischen Konzerns Triton Minerals wurden nach Unternehmensangaben vergangene Woche zwei Wachleute getötet. Bei einem Gefecht im Bezirk Macomia wurden nach Armeeangaben schließlich ein Soldat und mehrere "Terroristen" getötet.

Die Vereinten Nationen schätzten unterdessen, dass in der vergangenen Woche 10.000 Menschen aus ihren Häusern geflohen sind. "Die Vertriebenen wurden Zeugen von Morden, Enthauptungen, Vergewaltigungen, Hausbränden und Entführungen und berichteten von der Entführung mehrerer Jungen", erklärte die Hilfsorganisation Save the Children. Mehr als 80 Prozent der Geflüchteten seien Frauen und Kinder.

Nach Angaben der Konfliktbeobachtungsstelle ACLED wurden seit 2017 mehr als 4000 Menschen in Mosambik getötet. Etwa 3100 Soldaten aus mehreren afrikanischen Ländern wurden vor einem Jahr nach Cabo Delgado entsandt und übernahmen die Kontrolle über einen Großteil des Gebiets. Wegen der anhaltenden Unruhen in dem südafrikanischen Land stellte der französische Energiekonzern Total kürzlich ein milliardenschweres Gasförderungsprojekt in der rohstoffreichen Provinz ein.

fml

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