Mindestens ein Toter und 21 Verletzte bei starkem Erdbeben in Zentraljapan

Bei einem starken Erdbeben hat es in Japan mindestens einen Toten und 21 Verletzte gegeben.
Bei einem starken Erdbeben hat es in Japan mindestens einen Toten und 21 Verletzte gegeben.

Bei einem starken Erdbeben hat es in Japan mindestens einen Toten und 21 Verletzte gegeben. Das Beben in der Region Ishikawa im Zentrum des Landes ereignete sich am Freitag um 14.42 Uhr (Ortszeit, 07.42 MESZ) in einer Tiefe von zehn Kilometern, wie die japanische Meteorologiebehörde mitteilte. Es löste Erdrutsche aus, Tsunami-Gefahr bestand jedoch nicht.

Mindestens ein Mensch wurde am Freitag noch vermisst. Die japanische Meteorologiebehörde gab die Stärke des Bebens zunächst mit 6,3 und dann mit 6,5 an. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab sie mit 6,2 an und verortete das Epizentrum anders als die japanische Behörde vor der Küste.

"Es gab eine starke und lange Erschütterung, die ungefähr zwei Minuten gedauert hat", sagte eine örtliche Behördenvertreterin dem öffentlich-rechtlichen Sender NHK. Der Sprecher der japanischen Regierung, Hirokazu Matsuno, sprach von einem Todesopfer. Außerdem seien mehrere Gebäude eingestürzt. An den Atomkraftwerken in der Erdbebenregion seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden.

Der für den Katastrophenschutz zuständige Minister Koichi Tani führte aus, infolge des Bebens hätten sich mehrere Erdrutsche ereignet. Die Bewohner der betroffenen Gebiete hätten Zuflucht in Evakuierungszentren gesucht.

Ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde der Küstenstadt Suzu sagte, der Todesfall habe sich dort ereignet. Ein Mensch sei wegen des Bebens von einer Leiter gestürzt. 21 weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten. In den Trümmern eines Gebäudes wurde ein Mensch vermisst.

Das Erdbeben ereignete sich an einem japanischen Feiertag, den viele Menschen für Familienbesuche nutzen. Zwischen den Städten Nagano und Kanazawa wurden die Fahrten der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge wegen des Bebens vorübergehend ausgesetzt.

Erdbeben sind in und um Japan keine Seltenheit. Das Land liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinander stoßen. In Japan gelten deswegen strenge Bauvorschriften, regelmäßig gibt es Erbeben-Übungen.

2011 hatte die Tsunami- und Reaktorkatastrophe von Fukushima Japan und die ganze Welt erschüttert. Etwa 18.500 Menschen starben damals durch den Tsunami oder gelten bis heute als vermisst.

yb/ju