Mindestens sieben Tote bei Bombenanschlag auf Koranschule in Pakistan

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Einsatzkräfte untersuchen den Tatort
Einsatzkräfte untersuchen den Tatort

Bei einem Anschlag auf eine Koranschule in Pakistan sind am Dienstag mindestens sieben Menschen getötet worden. Mehr als 50 weitere seien verletzt worden, als eine Bombe während des Unterrichts in dem Gebäude detonierte, teilte die Polizei mit. Der Täter habe die Bombe in einer Tasche im Klassenraum abgestellt und habe das Gebäude dann verlassen. 

Der Sprecher eines örtlichen Krankenhauses berichtete von 70 Verletzten. Bei den Toten handelt es sich demnach um Männer zwischen 20 und 40 Jahren. Unter den Verletzten seien auch Kinder und Lehrer, erklärte der Sprecher. 

Die Explosion ereignete sich in der rund 170 Kilometer westlich von Islamabad gelegenen Stadt Peshawar. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Nach Angaben eines Lehrers der Schule explodierte die Bombe in einem Bereich, der für erwachsene Schüler vorgesehen ist. Durch die Wucht der Detonation stürzte eine Mauer zum Bereich für die Schüler unter 18 Jahren ein. 

Peshawar war in der Vergangenheit häufig Ziel extremistischer Angriffe. Nach mehreren Militäreinsätzen entlang der Grenze nahm die Gewalt in Pakistan in den vergangenen Jahren ab. Dennoch kommt es immer wieder zu tödlichen Anschlägen militanter Gruppierungen.

noe/ans