Mini-Kameras geben Einblicke in das Leben von Walen in der Antarktis

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Erforschung von Walen in der Antarktis

Mit Mini-Kameras haben Wissenschaftler tiefere Einblicke in das Leben von Walen in der Antarktis gewonnen. Die kleinen Kameras seien mit Saugnäpfen an Buckelwalen befestigt worden, schilderte US-Walforscher Ari Friedlaender am Dienstag. Wenn die Mini-Kameras nach ein bis zwei Tagen von den Meeressäugern abfielen, wurden sie wieder eingesammelt und wiederverwendet. Außerdem wurden Zwergwale mit kleinen Sendern versehen.

Auf diese Weise seien "wundervolle Daten" über das Nahrungs- und Sozialverhalten der Wale in der Antarktis gewonnen worden, sagte Friedlaender. So sei deutlich geworden, dass Wale einen Großteil ihrer Tage mit Sozialkontakten und Ausruhen verbringen, während sie den Abend und die Nacht hindurch nach Krill, winzigen Krebstieren, jagen.

"Wenn wir erst einmal eine Vorstellung davon haben, wo die Wale fressen und wie oft, wo sie hinschwimmen und pausieren, dann können wir das verwenden, um Politik und Wirtschaft zu informieren, damit sie diese Wale und ihr Ökosystem schützen", sagte Friedlaender. Die Umweltorganisation WWF Australia unterstützte das Forschungsprojekt finanziell.

Mit den Aufnahmen wollten Friedlaender und seine Kollegen auch erforschen, wie sich die Erderwärmung, die Versauerung der Meere und die Fischerei sich auf die Wale auswirken. Die Antarktis zählt zu den ursprünglichsten Meeres-Ökosystemen der Erde, sie verändert sich derzeit durch die Eisschmelze infolge des Klimawandels.

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