Minister in Uganda bei Anschlag verletzt

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Polizisten am Ort des Anschlags in Kampala

In Uganda ist ein Minister bei einem Anschlag durch Schüsse verletzt worden, während seine Tochter und sein Leibwächter getötet wurden. Verkehrsminister Edward Katumba Wamala sei bei dem Angriff am Dienstag am Arm verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Seine Tochter und sein Leibwächter seien tödlich getroffen worden. Über Identität und Motiv der Täter herrschte zunächst Unklarheit. Wamala - ein General - war früher Oberbefehlshaber der Armee des ostafrikanischen Landes.

Der Anschlag wurde den Angaben zufolge von vier Tätern verübt, die auf zwei Motorrädern unterwegs waren. Sie verfolgten demnach das Armeefahrzeug mit dem Minister über vier Kilometer hinweg von dessen Zuhause bis an den nördlichen Rand der Hauptstadt Kampala, bevor sie das Feuer eröffneten und den Wagen mit Kugeln durchsiebten.

Polizei-Generalinspekteur Paul Lokech sagte, die Ermittler betrachteten diese Art von Überfällen als "eine Form der organisierten Kriminalität" mit möglichem Bezug zum "Extremismus". Die Täter verfolgten das Ziel, die im Land herrschende "Stabilität" zu untergraben.

In den vergangenen Jahren hatte es in Uganda eine Serie von Anschlägen auf prominente Vertreter des politischen und staatlichen Systems gegeben. Sie wurden auf ähnliche Weise verübt. So wurde 2018 Ibrahim Abiriga, ein führender Vertreter der Nationalen Widerstandsbewegung (NRM) von Präsident Yoweri Museveni, von auf Motorrädern fahrenden Schützen getötet. In keinem der Fälle wurden die mutmaßlichen Täter verurteilt.

dja/ju

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