Ministerium rechnet mit dramatischem Absinken des Rentenniveaus

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Das Rentenniveau wird nach Einschätzung des Bundesarbeitministeriums in den kommenden Jahrzehnten dramatisch sinken, wenn der Gesetzgeber nicht gegensteuert. Das Sicherungsniveau werde bei geltender Rechtslage von derzeit 47,8 Prozent bis zum Jahr 2045 auf 41,6 Prozent sinken, verlautete am Mittwoch aus dem Ministerium. Dies unterstreiche den Handlungsbedarf für eine langfristige und nachhaltige Stabilisierung des Rentensystems.

Benötigt werde deshalb eine “Haltelinie” beim Rentenniveau. Ein Festschreiben des jetzigen Niveaus wäre den Berechnungen zufolge aber mit erheblichen Mehrkosten verbunden: Erforderlich wären 40 Milliarden Euro, der Beitragssatz würde von derzeit 18,7 auf 26,4 Prozent in 2045 steigen.

Das geltende Recht sieht vor, dass das Sicherungsniveau bis 2020 nicht unter 46 Prozent und bis 2030 nicht unter 43 Prozent sinken darf. Für die Zeit danach sind bislang keine weiteren Regelungen getroffen worden.

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Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will im November ihre Vorstellungen zur Zukunft der Rente vorlegen. Derzeit führt sie mit den zuständigen Verbänden Gespräche dazu. Am Dienstag hatte sie mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Grundsatzeinigung zur Ausweitung der Betriebsrenten erzielt. Sie sollen auch für Geringverdiener attraktiver werden. Geplant sind Zuschüsse für diese zusätzliche Altersvorsorge.

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