Missliche Lage: Feuerwehr muss Penisringe entfernen

Helfer in jeder Not: die Feuerwehr (Bild: dpa)

Schon kleine Kinder lernen: Wenn die Feuerwehr kommt, dann brennt es zumeist irgendwo. Nun, wirklich gebrannt hat es bei zwei Einsätzen der Feuerwehr in Osnabrück nicht. Nicht den Feuerwehrschlauch benötigten die Feuer-Kämpfer bei ihrem Einsatz, sondern den Trennschleifer. Ein Ring musste weggeflext werden. Jedoch nicht von einem Finger, sondern von besten Stück eines Mannes.

Nichts, was es nicht schon einmal gab, doch das gleiche dumme Missgeschick an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bei zwei verschiedenen Personen, darauf hätte die Feuerwehr ins Osnabrück gerne verzichtet.

Denn die Rettungskräfte wurden in ein Krankenhaus gerufen, um ein Sex-Spielzeug „operativ“ zu entfernen. Ein sogenannter Penisring saß fest auf dem Geschlechtsteil eines Mannes. Dabei mussten die Feuerwehrmänner, man ahnt es, sehr vorsichtig vorgehen. Zumal sich das Material des Ringes, Edelstall, als sehr haltbar erwies. Der Sprecher der Feuerwehr, Jan Südmersen, sagte gegenüber dem „NDR“: "Da sollte der Trennschleifer nicht abrutschen."

Erfahrung hilft

Eine gewisse Erfahrung hat man mit solchen Sonderoperationen schon. So kommen Gele und Infektionslösungen zum Einsatz - um zu kühlen -, und auch kleine Metallschildchen, um den Körper zu schützen. Routiniert meisterten die Hilfskräfte den Einsatz - um nur gut einen Tag später zu einem ähnlichen Fall gerufen zu werden.

So bekommt die Feuerwehrmänner zwar Übung, doch darauf könnten sie wohl gerne verzichten. Das zweite Opfer war sogar ein alter Bekannter, denn in den letzten Jahren befand er sich schon dreimal in solch einer prekären Lage. Der anwesende Arzt tadelte den Mann dann auch entsprechend. Im Gegensatz zum Fall vom Vortag, ging der Einsatz schnell über die Bühne, weil das Sextoy nicht aus Edelstahl, sondern Gelbgold bestand.

Beide Männer überstanden die Rettung ohne bleibende Schäden, von der Scham mal abgesehen. Schön, dass die Feuerwehr das Ganze mit Humor nahm. Zumindest in begrenztem Maße. So ließ sie per Facebook mitteilen: „Wir bitten unsere (insbesondere männlichen) Mitbürger, sich bei der Wahl dieser Ringe beraten zu lassen. Verhindert bei ihnen einen peinlichen Krankenhausaufenthalt und bei uns die Albträume…“

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