„Missstände” : Kölner Verkehrsverein kritisiert Stadt für Verkehrsprojekte scharf

Vorsitzender zeigt sich „betroffen” über die Situation der Stadt.

Während draußen das neue Dreigestirn samt Gefolge durch die Altstadt zog, kam am Mittwoch zeitgleich geladene Prominenz aus Handel, Handwerk und Politik im Haus des Kölner Handwerks an der Frankenwerft zum traditionellen Neujahrsempfang des Kölner Verkehrsvereins zusammen. Feierlich begrüßten Vereinsvorsitzender Martin Schwieren und Geschäftsführer Thomas Günther Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Konrad Adenauer, Präsident des Haus- und Grundbesitzervereins, Verleger Michael Wienand, Ortwin Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln sowie die Fraktionschefs im Stadtrat Kirsten Jahn (Grüne) und Bernd Petelkau (CDU).

„Betroffenheit“ sei das vorherrschende Gefühl, wenn er über die Situation der Stadt sinniere. „Nicht im bösartigen Sinn, aber als konstruktiver Beitrag zu einer Streitkultur“, sagte Schwieren an Reker adressiert. So fehle ihm und den rund 200 Mitgliedern des Vereins die „dringend gebotene Konsequenz bei zentralen Verkehrsprojekten“. Als Beispiele nannte er die seit 2014 laufende Sanierung des Tunnels Kalk und stets verstopfte Straßen, insbesondere die überfüllte Autobahn 3.

„Weder unsere Mitglieder aus Handel und Handwerk, noch Geschäftsleute und Messegäste der viertgrößten Stadt Deutschlands lassen sich diese Missstände auf Dauer bieten“, so Schwieren, der eine Verwaltungsreform und „mehr Engagement der Kölner Mandatsträger im Düsseldorfer Landtag“ anmahnte und erneut Reker ansprach: „Die Bürger Kölns müssen bald positive Änderungen spüren.“

Sie verstehe und teile seine Sorge, antwortete die Oberbürgermeisterin. Die „ÖPNV-Roadmap“ für den Stadtverkehr, eine „Bahnknoten-Konferenz“ für die Schienenwege in der Region und ein modernes Mobilitätskonzept samt Verbesserung der Infrastruktur, etwa auf der Ost-West-Achse, seien die „zentralen Aufgaben in diesem Jahr“, auch das laufende Berufungsverfahren beim Dieselfahrverbot in der Stadt griff Reker auf. Sie schloss mit einem Appell an die Menschen im Saal. „Ich bitte Sie um Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung und der Verkehrsdezernentin sowie um koordinierte Anstrengungen zur Lösung der Probleme dieser Stadt.“ Sie sei zuversichtlich, „denn wir haben gemeinsame Ziele, zusammen ist unser Handlungsspielraum groß.“ Für den Verkehrsverein kündigte Martin Schwieren an, sich auch 2019 „energisch und penetrant“ für die Attraktivität und urbane Qualität der Metropole Köln einzusetzen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta