Verzweifelte Anwohner können nicht mal einkaufen: Ein Stadtteil wird im Stich gelassen

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Die Veddel – anderthalb Jahrzehnte mein Zuhause. Ich wohne seit einigen Monaten nicht mehr da, denke aber gerne an die Jahre zurück, denn die Veddel ist weit besser als ihr Ruf. Zurzeit beobachte ich allerdings mit Sorge, nein, mit Zorn, was in meiner alten Heimat vor sich geht. Auf der Veddel mangelt es an allem. Das hat schon fast Tradition. Viele Jahre gab es keine Apotheke, eine richtige Postfiliale gibt es immer noch nicht, es existiert kaum vernünftige Gastronomie, es braucht dringend eine Drogerie und ein zweiter Discounter wäre auch sehr von Vorteil. Aber nichts tut sich, seit einer gefühlten Ewigkeit. Mit der Veddel, so glauben viele im Rathaus anscheinend, kann man’s ja machen. „Veddeler Norden“ mit der alten Zollabfertigung Dabei hätte das Problem längst behoben sein können. Da ist der sogenannte „Veddeler Norden“: die alte Zollabfertigung. Gebäude, die seit Langem vor sich hin gammeln. Der Bezirk Mitte wollte dort ein Nahversorgungszentrum inklusive Discounter, Supermarkt, Drogerie, Ärztehaus und Hochzeitssaal schaffen – eine super Idee. Wenn da nicht die Denkmalschutzbehörde gewesen wäre. Die kam plötzlich auf die Idee, es handele sich bei den Zollgebäuden um Denkmäler. Wer diese Bruchbuden schon mal gesehen hat, kann sich nur an den Kopf fassen. Ruinen sind das. An denen ist nichts Erhaltenswertes – und ich bin, weiß Gott, jemand, der Sinn für Historisches hat. Einziger Discounter: Penny im Dezember abgebrannt In vielen anderen Fällen hat sich in der Vergangenheit die Stadtentwicklungsbehörde über das Votum der Denkmalschützer hinweggesetzt – etwa, wenn ein Investor in den Startlöchern stand. Oder eine einflussreiche Lobby Druck ausübte. Da, wo es aber nur um die Versorgung eines Stadtteils geht, noch dazu der Veddel, ist der Denkmalschutz aber plötzlich heilig. Klar. Mit der Veddel kann man es...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo