Mittwoch, 14.03.2018: Was Sie heute wissen müssen

Stephen Hawking ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Russland lässt Londons Ultimatum im Fall Skripal verstreichen. Donald Trump besichtigt Mauer-Prototypen für die Grenze zu Mexiko, ver.di kündigt massive Warnstreiks an. Und: Auf Rex Tillerson folgt Mike Pompeo. Das sind die wichtigsten News des heutigen Tages.

Stephen Hawking beeinflusste mit seinen Theorien das Verständnis für das Universum maßgeblich. (Bild-Copyright: RTRoe/MediaPunch/MediaPunch/IPx/AP)

Im Alter von 76 Jahren: Stephen Hawking ist tot

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Das gab ein Sprecher seiner Familie am Mittwoch bekannt. Demnach sei der Wissenschaftler friedlich in seinem Haus in Cambridge eingeschlafen.

“Er war ein großartiger Wissenschaftler und ein außergewöhnlicher Mensch”, werden seine Kinder Lucy, Robert und Tim in der Erklärung zitiert. “Wir sind tief betrübt, dass unser geliebter Vater heute gestorben ist.”

Stephen Hawking galt als einer der klügsten Köpfe der Welt. Der Astrophysiker lieferte im Laufe seiner Karriere wichtige Beiträge zum Verständnis des Urknalls und Schwarzer Löcher.

1963 teilten Ärzte Stephen Hawking mit, dass er an der unheilbaren Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) leide und nur noch wenige Jahre zu leben habe. Seit 1968 war Stephen Hawking auf einen Rollstuhl angewiesen. 1985 verlor er nach Behandlung einer Lungenentzündung die Fähigkeit, zu sprechen. Um zu kommunizieren, nutzte er daher einen Sprachcomputer.

Fall Skripal: Russland lässt Londons Ultimatum verstreichen

Eine Äußerung zum Fall Skripal blieb seitens Russlands aus. (Bild-Copyright: Alexei Druzhinin/Sputnik/Kremlin Pool Photo via AP)

Die Situation zwischen Großbritannien und Russland spitzt sich zu: Nach dem Nervengift-Anschlag im britischen Salisbury auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter hat der Kreml die von Theresa May gesetzte Frist zu einer Stellungnahme verstreichen lassen.

Die britische Premierministerin hatte Russland zuvor aufgefordert, bis Dienstag Mitternacht gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu erklären, wie ein russisches Nervengift im UK eingesetzt werden konnte.

Lediglich ein Sprecher der russischen Botschaft in London erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: “Russland wird auf Londons Ultimatum nicht antworten, bis es Proben der chemischen Substanz erhält.”

Wie Großbritannien weiter in dem Fall Skripal vorgehen will, darüber soll am Mittwoch der nationale Sicherheitsrat in London beraten. Theresa May hatte in ihrer Parlamentsrede mit Konsequenzen gedroht, welche sie allerdings nicht näher ausführte.

Donald Trump besichtigt Prototypen für die Mauer zu Mexiko

Donald Trump besichtigt Mauer-Prototypen in San Diego, Kalifornien. (Bild-Copyright: Evan Vucci/AP Photo)

US-Präsident Donald Trump geht das Projekt Mauer an: In San Diego, Kalifornien inspizierte das Staatsoberhaupt nun acht Prototypen für eine Grenzbefestigung zu Mexiko.

Die Modelle aus Stahl und Beton sind zwischen 5,50 und 9,10 Metern hoch. Preislich liegen sie bei jeweils 300.000 US-Dollar. Die Gesamtkosten für die Mauer zu Mexiko werden derzeit auf 20 Milliarden Dollar geschätzt. Die Finanzierung von Donald Trumps Projekt ist allerdings noch völlig unklar.

Für den US-Präsidenten steht allerdings fest, dass die Mauer nötig ist, um die Vereinigten Staaten zu schützen. Bereits im Wahlkampf 2016 war die Mauer zu Mexiko eines der wichtigsten Themen für Donald Trump. Er sieht darin ein Mittel gegen illegale Einwanderung und Drogenhandel.

Dass es bei seinem Besichtigungstermin zu Protesten kam, beeindruckte ihn offenbar nicht. Trump erklärte: “An die Gegner der Mauer: Wenn man kein Mauersystem hat, hat man kein Land.”

Öffentlicher Dienst: ver.di kündigt Warnstreiks an

ver.di-Chef Frank Bsirske kündigt Warnstreiks an. (Bild-Copyright: Ralf Hirschberger/dpa)

Ob Erzieher, Polizisten oder Krankenpfleger: Im öffentlichen Dienst soll noch vor Ostern massiv gestreikt werden. Das kündigte unter anderem ver.di an. Grund: Im Tarifstreit für rund 2,3 Millionen Arbeitnehmer bei Bund und Kommunen gab es in einer zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam keine Annäherung.

“Ich gehe davon aus, dass in der gesamten Breite des Tarifbereichs Kolleginnen und Kollegen in Warnstreiks einbezogen werden”, erklärte ver.di-Chef Frank Bsirske daraufhin. Betroffen seien dann auch Flughäfen, wenn auch nicht direkt in den Osterferien.

Die Gewerkschaft, die unter anderem Erzieher, Bundespolizisten, Mitarbeiter von Müllabfuhr, Straßenreinigung, Kliniken und Sparkassen vertritt, fordert sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro mehr für die Beschäftigten.

Bislang gingen Arbeitgeber darauf nicht ein. Besonders schlecht bestellt sei es um Mitarbeiter von Sparkassen. Ihnen gegenüber haben sich die Arbeitgeber besonders hart gezeigt, meinte Bsirske. Die Ausstände würden wohl bis zur abschließenden Verhandlungsrunde am 15. und 16. April andauern, so der ver.di-Chef.

Weißes Haus: Auf Rex Tillerson folgt Mike Pompeo

Mike Pompeo ist der Nachfolger von Rex Tillerson. (Bild-Copyright: Jacquelyn Martin/AP Photo)

Der moderate US-Außenminister Rex Tillerson, der von Präsident Donald Trump via Twitter entlassen wurde, wird durch Mike Pompeo ersetzt.

Am Dienstag nahm Rex Tillerson nach seinem Rauswurf Abschied von seinen Mitarbeitern. In einer Rede betonte der 65-Jährige dabei die Notwendigkeit, mit Partnern diplomatisch zusammenzuarbeiten. “Die Führungsstärke der USA beginnt mit der Diplomatie”, so Tillerson. Der Republikaner, der nun ins Privatleben zurückkehre, fügte hinzu: “Nichts ist möglich ohne Partner und Verbündete.”

Ob sich sein Nachfolger Mike Pompeo das zu Herzen nimmt? Mike Pompeo, auch “Falke” genannt, war bisher als CIA-Chef tätig. Er gilt als stramm konservativ und gehört zum rechten Flügel der Republikanischen Partei. Der neue Außenminister liegt ganz auf harter Linie mit Donald Trump, was beispielsweise den Umgang mit Nordkorea angeht.