Mode: Guido Maria Kretschmer und die richtige Tasche für den Mann

Was genau ist eigentlich eine „Tunten-Tasche“? Guido Maria Kretschmer, Deutschlands beliebtester Designer, erklärt es im Interview.

Abendkleider, Flugbegleiteruniformen, Opernkostüme und Tapeten: Vor einem Guido Maria Kretschmer-Design ist nichts sicher. Jetzt hat der 51-Jährige für einen Kaugummihersteller einen Rucksack entworfen. Ein Gespräch über ein problematisches Accessoire.

Haben Sie vorher schon mal einen Rucksack entworfen?

Guido Maria Kretschmer: Tatsächlich nicht. Da bin ich ein wenig traumatisiert. Ich bin von einem Rucksack beinahe einmal aus einem Flieger geworfen worden. Als ich noch auf Mallorca gewohnt habe und häufiger hin und her geflogen bin, gab es dort immer diese Wandertouristen, die ihren Rucksack schon im Flugzeug aufhatten. Wegen einer Dame bin ich fast von der Treppe gefallen. Ich sage also: Vorsicht bei Rucksäcken im öffentlichen Raum.

Auch modisch haben Rucksäcke nicht den besten Ruf. Können Sie etwas zu deren Verteidigung vorbringen?

Das stimmt. Rucksäcke sind praktisch für Menschen, die in die Berge wollen, wenn man Fahrrad fährt oder ein Kind hat, das ständig alles verliert. Eben ein probates Mittel, etwas zu befördern oder wenn man die Hände frei braucht. Man muss das mögen. Für mich wäre es nicht die erste Wahl. Aber für einen Rucksack ist meiner schon sehr schön.

Seit wann ist denn praktisch ein Parameter in der Mode? Da könnten wir ja nur noch in Funktionskleidung rumlaufen.

Das machen ja auch viele Menschen, die sich darüber keine Gedanken machen. Mode ist ja auch immer das, was oben herausguckt. Und Mode ist auch Freiheit. Man setzt ja auch ein Statement damit, wenn man so...

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