Moin aus Hamburg: Vorsicht, SMS-Falle!

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Die MOPO-Redaktion sagt Moin! Es ist der Platz in der Zeitung, in der die Redakteurinnen und Redakteure der „Hamburger Morgenpost“ seit vielen Jahren die Leserinnen und Leser begrüßen. Mal geht's um den HVV, mal um den HSV, manchmal auch ums Wetter oder um Promis, die sich an Alster und Elbe tummeln. Meistens aber darum, was wir Kollegen in unserem Alltag in Hamburg erleben und beobachten. Die Moins der vergangenen Tage finden Sie ab sofort auch hier auf MOPO.de: Vorsicht, SMS-Falle! Ich weiß nicht, wieso ausgerechnet ich als Opfer auserkoren bin, aber derzeit werde ich mit dubiosen SMS nur so bombardiert. Gestern waren es gleich zwei: Beide sahen so aus, als stammten sie von einem Paketdienst. „Ihr Paket wird heute zum Absender zurückgesendet. Letzte Möglichkeit es abzuholen: ...“, heißt es in der einen. In der anderen: „Ihr Paket ist unterwegs! Klicken Sie auf … zur Sendungsverfolgung.“ Sollten Sie so was auch bekommen, mein Rat: Gehen Sie niemals auf die angegebenen Links! Wenn doch, lädt sich ein Trojaner auf Ihr Gerät – und dann wird beispielsweise Ihr mobiles Banking ausgespäht. Olaf Wunder Ostermausi oder das verfrühte Geschenk Morgen ist ja der Tag des Suchens und Findens, was eine vergnügliche Angelegenheit sein kann. Aber: Es kommt sehr darauf an, wer etwas versteckt und wer es findet. Ein Schokohase ist aus Sicht des Menschen ein Superfund an Ostern. Aus Katzensicht eher so … mau. Das versuchte ich zu bedenken, als ich gestern hinterm Papierkorb das verfrühte (Katzen habe es nicht so mit Daten) Ostergeschenk der Miezbewohnerin entdeckte: Eine Maus, verschreckt, aber quiecklebendig. Ostermausi lebt jetzt wieder im Garten. Und versteckt sich in Zukunft hoffentlich besser. Stephanie Lamprecht Philosophie, das Leben – und eine Kita-Maus „Das Leben ist zu kurz“, hatte schon der Philosoph Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) festgestellt. Auch ich stelle immer wieder fest, wie schnell die Zeit verrinnt. Vor allem an meiner kleinen Nichte merke ich das: Die Geburt war ein unbeschreibliches Glück. Schon einen Fingerschnips später krabbelt sie, läuft sie, brabbelt irgendwas vor sich her, nimmt mich an die Hand und zeigt mir die Welt. Aus ihren Augen funkelt Sorglosigkeit. Und pures Glück. Heute hat sie nun ihren ersten Tag in der Kita. Kleine Maus: Genieß es! So, wie ich jede Sekunde mit dir. Daniel Gözübüyük Dummheit kann gefährlich sein Eigentlich bin ich nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Aber diese Querdenker treiben mir immer wieder Zornesröte ins Gesicht. Viele von ihnen sind Verschwörungstheoretiker, die allen Ernstes glauben, die Pandemie sei nur eine Erfindung – zu welchem Zweck auch immer. Quer zu denken, ist übrigens eine besondere Gabe. Das Hirn auf Durchzug zu stellen, hat mit Querdenken nichts zu tun. Verquerdenker – diese Bezeichnung würde daher besser passen. Gut, dass jetzt der Verfassungsschutz ein Auge auf diese Leute hat, denn wie gefährlich Dummheit sein kann, das wissen wir doch alle. Olaf Wunder Hurra, es ist blinkender Tannenbaumschmuck! Vieles ist wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. In der Grundschulklasse meines Sohnes ist Ende 2020 etwas ausgefallen, was nun endlich nachgeholt worden ist. Pünktlich zum Osterfest gab es für die Kinder jetzt kleine Geschenke, denn das Weihnachtswichteln wurde begangen. Hübsch eingepackt verteilt wurden da etwa blinkender Tannenbaumschmuck, kleine Schoko-Weihnachtsmänner, ein Schneemann zum Kneten, nach Zimt duftende Engel-Aufkleber. Ein Hauch von Weihnachten, wenn der Osterhase schon auf dem Wg ist – den Kindern hat’s gefallen. Simone Pauls Der Lockdown macht ’nen Vogel Der Kollege ist in der Morgenkonferenz ganz aus dem Häuschen: „War er grün, bunt, klein, groß?“, fragt er – und wirkt dabei so aufgekratzt, als hätte ich von einem Treffen mit einem Alien oder so was berichtet. Und es geht noch weiter mit dem Ausflippen in der Video-Schalte: „Die sind so krass“, schwärmt der Kollege. „Die haben Stoßdämpfer fürs Gehirn! Und einige sind richtig selten! Wo hast du den gesehen? ECHT, VOR DEINEM FENSTER?“ Ähm, ja. In meinem Innenhof wohnt ein Specht. Aber soooo interessant ist das doch nun … ach ja, der langweilige Lockdown. Geli Tangermann Wo war noch mal die Unterschrift? In der Prüfungsphase wird Stress großgeschrieben. Und bei einem Kommilitonen ganz besonders. Wegen der Corona-Pandemie gaben viele ihre Bachelorarbeit dieses Jahr online ab, andere schickten sie per Post an die Hochschule. Für letztere Variante entschied sich auch ein Kommilitone. Sorgfältig hatte er alles ausgedruckt, überprüft und den Umschlag dann stolz zur Post gebracht. Bis ihm einige Stunden später einfiel: Er hatte dummerweise vergessen, zu unterschreiben. Gerade rechtzeitig vor der Entleerung des Kastens warf er den Brief neu ein. Und mal wieder bewahrheitete sich: besser spät als nie. Robin Meyer Ein Hundebaby auf Entdeckungstour Einen Welpen auf Entdeckungstour zu beobachten – sehr zu empfehlen! Der Wunsch nach so einem flauschigen Begleiter wächst dabei, zumindest bei mir. Eingehend betrachtet sich der junge Hund meiner Eltern in einem Spiegel und bellt. Als sein Spiegelbild ihn zurück anbellt, macht er einen erschrockenen Satz zurück. Jeder Grashalm, jede Pfütze ist neu für ihn – und aufregend. Aber: Früher oder später kommt auch ein Welpe in die Pubertät. Dann freue ich mich schon darauf, als Zaungast neben den zerbissenen Schuhen meiner Eltern zu stehen und altklug Ratschläge zu verteilen. Elisabeth Schröder Ob er sich wohl freut, die Sonne zu sehen? Wir haben uns lange nicht gesehen. Der Winter ist nicht seins und ab Oktober heißt es: Aus den Augen, aus dem Sinn. Aber sobald es wärmer wird und die Krokusse einen lila Teppich im Garten ausrollen, frag ich mich: Wie geht’s ihm? Hat er die Kälte einigermaßen überstanden? Hatte er Gesellschaft? Ob er sich freut, die Sonne zu sehen? Und dann – tataaa – ziehe ich die Hülle von meinem Strandkorb und sage: „Aufstehen! Frühling!“ Gut sieht er aus und alleine war er auch nicht all die Zeit: Ein Mäuslein wohnte bei ihm, die Reste von Nüssen verraten es. Stephanie Lamprecht Der Wäschekorb und das Positive an Corona Eine Redaktionskonferenz ist eine sabbelige Angelegenheit, auch via Video. Da werden Themen besprochen, jeder gibt seinen Senf dazu, am Ende kommen interessante Geschichten für den nächsten Tag heraus. Aber gestern herrschte Schweigen. Grund: die Frage des Chefs. „Fällt jemandem etwas Positives zu Corona ein?“ Große Augen, dicke Backen, allgemeines „Nee“. Später fiel mein Blick auf den Wäschekorb und da war es ja, das Positive: Die Seuche macht das Leben bügelfrei! Wie zerknüllt man im Homeoffice sitzt, interessiert keine Sau. Puh. Doch noch was gefunden. Stephanie Lambrecht Solche Fans wünscht sich jede Band Für Bands gibt es derzeit kaum Einnahmen. Einige spielen deshalb im Internet. Und das ist für die Musiker ein gutes Geschäft – vorausgesetzt, alle Fans sind so treudoof wie meine zwei Freundinnen. Sie wollen die Show einer Band gemeinsam schauen und bestellten sich zwei Zugangscodes. Bei einer weiteren Band wunderten sie sich, dass sie nur einen einzigen Code ordern konnte. Irgendwann fiel der Groschen: Wenn man zu zweit vor dem Computer einen Livestream verfolgen möchte, braucht man natürlich nur einen Zugang – und nicht zwei. Meine Freundinnen lachten und hakten die doppelten Zahlungen als Corona-Unterstützung ab. Simone Pauls 130 Seiten prall voll mit Hamburg-History Als mir am Sonnabend ein Kollege ein Handyfoto schickte, von sich und dem neuen „Unser Hamburg“-Magazin in der Hand, da konnte ich nicht anders: Ich habe den Umweg über die Köhlbrandbrücke (die Autobahn war ja gesperrt) in Kauf genommen, nur, um in der Redaktion das soeben aus der Druckerei eingetroffene druckfrische Heft in der Hand halten zu können. Ich sage mal unbescheiden: gut geworden. Ab Mittwoch ist es im Zeitschriftenhandel erhältlich – und bereits jetzt im MOPO-Shop. 130 Seiten Hamburg-History für 8,95 Euro. Olaf Wunder Die nölende Stimme der Vernunft Ich geh ja gerne shoppen. Wenn bloß die Stimme der Vernunft nicht wäre, die, gerade wenn ich zum Objekt der Begierde greife, rumnölt: „Sowas hast du doch schon!“ Die Unvernunft trumpft auf: „Aber nur in blau. Nicht in Rosa. Guck doch mal, wie hübsch das ist!“ Dann kommt das Argument mit dem Platz. Alles voll, wo soll das noch hin? Woraufhin die Unvernunft etwas von „finde schon noch ein Plätzchen“ murmelt und zack, steh ich mit vollen Armen an der Kasse. Und die Kassiererin tippt ein: Zwölf Hornveilchen, acht Vergissmeinnicht, vier Schachbrettblumen... Stephanie Lamprecht Ich freu mich wie ein Kind auf Weihnachten Nicht mehr lange, dann ist Ostern. Aber ich freue mich derzeit wie ein kleines Kind kurz vor Weihnachten: Denn es sind nur noch vier Tage, dann kommt die neue Ausgabe unseres historischen Magazins in den Handel. „Unser Hamburg“ Nr. 15. Ich bin schon ganz nervös, kann nicht erwarten, dass die ersten Exemplare aus der Druckerei eintreffen und ich unser „Baby“ endlich in die Hand nehmen darf. An alle „Unser Hamburg“-Fans: Ab Dienstag ist das Heft im Zeitschriftenhandel erhältlich – oder Sie bestellen es bequem hier: mopo-shop.de. Viel Spaß beim Lesen! Olaf Wunder Der Ebay-Stalker Verkauf meiner Waschmaschine bei Ebay: Bei der Abholung bittet der Händler um eine gute Bewertung. Kurz danach die erneute Bitte per Chat, der ich mit Bestnote nachkomme. 24 Stunden später schickt er ein „?“, das ich ignoriere. Schließlich, am Sonntag um 5.16 Uhr, eine langatmige Erklärung, warum Bewertungen so wichtig sind. Als ich mich später leicht säuerlich über die Uhrzeit der Nachricht beschwere und ihm klarmache, dass ich ihn längst bewertet habe, wird er pampig und schmäht mich als „Mädchen“. Und ich frage mich den restlichen Tag, ob das noch Leidenschaft oder schon Wahnsinn war. Christian Burmeister Wer ist bloß dieser Herr Schreiber? Mit Paketlieferungen ist es manchmal wie mit dem Besuch des Osterhasens. Man weiß, es ist etwas abgegeben worden – und muss es halt nur suchen. Neulich kam per E-Mail eine Benachrichtigung. Man sei nicht zu Hause angetroffen worden, das Paket wurde bei Herrn Schreiber abgegeben. Herr Schreiber, wer soll das denn sein? So heißt niemand in der Nachbarschaft – oder doch? Also ab nach draußen, Namen an den Klingelschildern studieren. Kein Schreiber. Seltsam! Die Auflösung folgt ein Telefonat mit dem Paketdienst später. Es gab doch kein Paket für mich, sondern für einen Menschen in Würzburg, der einen Herrn Schreiber zum Nachbarn hat. Na, da hätte ich lange suchen können. Simone Pauls Es ist ein Kreuz mit der Glasfaser Als ich in meine neue Wohnung zog, war ich begeistert zu hören, dass eine Firma namens Deutsche Glasfaser gerade dabei ist, den Ort – Steinkirchen im Alten Land – mit ebendieser Glasfaser auszustatten. Superschnelles Internet! Ein Traum, gerade in Homeoffice-Zeiten. Tja. Bisher ist es beim Träumen geblieben. Neun Monate sind um, und immer noch gibt es keinen Anschluss, allen Protesten meinerseits zum Trotz. Es macht auch nicht gerade Mut, dass mein Nachbar schon weitaus länger darauf wartet. Ich verstehe das nicht: Wieso nur sind wir ein solches Entwicklungsland in Sachen Digitalisierung? Olaf Wunder Die Miezbewohnerin und der Haushalt Wer schon mal mit einer Katze zusammengelebt hat, weiß: Die neigen zu bizarren Hobbys. Unsere derzeitige Miezbewohnerin liebt Hausarbeit. Teller, kurz in der Spüle zwischengeparkt, sind schneller blank geschleckt, als man Igitt! rufen kann. Weberknechte werden in einem Katzensprung aus den Ecken entfernt. Herumliegende Dinge im Katzenschnuten-Format, Taschentücherpackungen oder Yogasöckchen, trägt sie sorgsam in die Badewanne. Sauber! Und das alles für einen Tariflohn von 0,8 Leckerlis die Stunde. Da kann man nicht miauen, äh, meckern. Stephanie Lamprecht Maskenlose Damen im Supermarkt Gestern im Schlemmer-Markt im Hanseviertel. Zwei 40 bis 50 Jahre alte Damen stehen ohne Masken an der Kasse. Als der Kassierer sie bittet, doch Masken zu tragen, antworten sie patzig, dass sie das nicht bräuchten, sie hätten Atteste vom Arzt. Daraufhin sagt ein anderer Kunde zum Kassierer: „Lassen Sie sich die Atteste doch mal zeigen”. Doch darauf waren die maskenlosen Damen vorbereitet. Ihre Entgegnung: „Die Atteste müssen wir nur der Polizei oder Mitarbeitern des Gesundheitsamts vorzeigen.” Dann verschwanden sie mit ihren Einkäufen in der Passage. Thomas Hirschbiegel Gott sei Dank, Mutter hat’s geschafft Ein Jahr Pandemie. Genau so lange hatte ich Angst, ob meine Mutter heil da durchkommt. Nur gut, dass sie noch fit ist und nicht im Heim lebt, sondern in den eigenen vier Wänden. Zwölf Monate hat sie sich zu Hause beinahe eingeschlossen, hat kaum jemanden gesehen, hat traurigerweise sogar ihren 90. Geburtstag alleine verbracht – alles, um ja nicht infiziert zu werden. Und sie hat das tapfer und ohne zu klagen geschafft. Seit vergangenem Sonntag ist es nun überstanden: Da erhielt sie ihre zweite Impfung. Was bin ich erleichtert. Und sie erst noch mehr! Olaf Wunder Corona-Fußball gleich von null auf 100 Monate haben die kleinen Kicker gehofft, zumindest in Kleingruppen irgendwie den Ball wieder über den Acker dribbeln zu dürfen. Aber Sport schien für die Politik gesellschaftlich nicht relevant. Doch dann ging alles ganz schnell. Auf den Platz und Attacke. Wer die Erleichterung – und die leicht veränderten Körperformen – der Lütten beim Spielen sieht, der weiß, dass diese Entscheidung noch gerade rechtzeitig kam. Ähnlich wird es ab Montag in der Schule aussehen, da bin ich mir sicher. Lockdown hin oder her: Kinder brauchen Bildung und Bewegung – immer. Michael Reis Glorifizierung von üblen Typen Die angeblich „goldenen“ 80er Jahre auf dem Kiez sind gerade schwer angesagt. Netflix, NDR, ZDF – sie alle interessieren sich brennend für selbst ernannte „Luden-Legenden“ wie den „Schönen Klaus“ oder „Wiener Peter“ und planen große Beiträge und Serien. Eine dieser angeblichen „Kiez-Größen“ aus grauer Vorzeit hat es sogar selbst als Moderator ins TV geschafft. Karl-Heinz Schwensen (67) moderiert bei HH 1 „Kalles Halbzeit im Verlies“. Sogar Staatsräte geben dem Halbweltler dort die Ehre. Geht es noch? Was soll die Glorifizierung solcher üblen Typen auf dem Bildschirm? Thomas Hirschbiegel Der Hula-Hoop-Reifen und die Küche Ich gebe zu: Manchmal lasse ich mich durch Werbung beeinflussen. Deshalb habe ich mir einen Hula-Hoop-Reifen bestellt. Klappt bisher eher so semi gut, macht aber Spaß. Mein Mitbewohner konnte nicht glauben, dass das so schwer sein sollte. Bereitwillig übergab ich ihm den Reifen – dummerweise probierte er es in der Küche aus. Das nächste, was wir hörten, war ein lautes Scheppern. Der Reifen war wegen roher Kraft auseinander gebrochen, die einzelnen Teile hatten sämtliche Geräte und Flaschen mit sich gerissen. Aber Scherben bringen ja bekanntlich Glück. Annalena Barnickel Die Sache mit dem Sexualdimorphismus Es ist bald ein Jahr her, dass die Stille nach Hamburg kam. Kaum mehr Flugzeuge am Himmel, auf den Straßen weniger Autos, die Menschen blieben in ihren Wohnungen. Die Corona-Ruhe lockte Tiere in die Stadt. Bei uns im Hinterhof lebt seitdem ein Eichelhäher-Paar, zwei bunt gefiederte und ziemlich laute Vögel. Moment, beide bunt? Sind das zwei Männchen? Sensationell! Dann hab’ ich es nachgelesen: Beim Eichelhäher unterscheiden sich die Geschlechter nicht durch die Gefiederfärbung. Nennt sich Geschlechtsmonomorphismus (im Gegensatz zum Sexualdimorphismus). Wieder was gelernt – Pandemie sei Dank. Nadine Rinke Urlaub im Depri-Loch Juhu, endlich Urlaub! Euphorisch war ich zu Beginn meiner freien Zeit vergangene Woche. Ich wollte den Garten umbuddeln, Klamotten aussortieren, neue Rezepte ausprobieren, Frühjahrsputz machen – und noch so viel mehr. Was habe ich geschafft? Nichts davon. Stattdessen: Ungewohnt düstere Gedanken in meinem Kopf, nie dagewesene Antriebslosigkeit und keine Lust auf irgendwas. Vor allem nicht aufs Spazieren gehen. Corona-Tristesse – und zwar volle Lotte. Ich habe mich noch nie so sehr gefreut, wieder arbeiten zu können – und zu dürfen. Dieses Corona macht schon komische Sachen mit einem. Alisa Pflug Menschen, Glöckchen und Perlhyazinthen Wenn man in der S-Bahn sitzt und über seine Maske hinweg in die vorbeihuschenden (Klein-)Gärten äugt, dann sieht man sie mit aller Macht aus dem braunen Boden brechen: Krokusse, lila, weiß und gelb, dazu ein paar Märzenbecher, hier und da ein Büschel blaue Perlhyazinthen. Und dann entdeckt man auch noch sie: Diese wackeren Geschöpfe, die sich nach dem Winter hervorwagen, zaghaft erst, sich dann ausstrecken und die kleinen weißen Köpfe triumphierend dem Sonnenlicht entgegen recken. Ja, wären die Menschen Frühblüher, sie wären Schneeglöckchen. Stephanie Lamprecht Orang-Utans auf Laster-Planen ... „Planen-Poesie“ auf der A7. Auf der Fahrt zwischen Bad Bramstedt und Bahrenfeld haben die MOPO-Reporter Lkw-Planen beguckt. „Lust auf Last“ ist da zu lesen oder „Dolle – der sichere Weg nach oben“. In den Himmel? Auf einem polnischen Laster ist eine Frau in High Heels abgebildet, die gegen eine Kabeltrommel tritt. Rätselhaft. Auf einem Berliner Lkw sieht man einen stolzen Lasterfahrer, der sagt: „Proud to be a Trucker.“ Klare Botschaft. Skurril eine andere: Da sind zwei Orang-Utans in Hochzeits-Kluft abgebildet. Daneben steht: „We move it all.“ Thomas Hirschbiegel Bank-Battle an der Außenalster Die Sonne scheint, das Wetter wird besser, ganz Hamburg hält sich rund um die Alster auf. Ob Kanu fahrend, spazierend oder picknickend – plötzlich trifft man draußen zahllose Gesichter an, die die ersten Sonnenstrahlen ausnutzen wollen. Leider kommt es dann zum Battle um die Bänke. Man will sich entspannt an die Alster setzen – aber alle Sitzgelegenheiten sind besetzt. Sobald eine aber frei wird, stürzen sich direkt drei Leute gleichzeitig darauf, hier gilt das Prinzip: Der Schnellste gewinnt. Oder der Unverhohlenste. Vielleicht klappt’s ja nächstes Mal. Svea Eßer Corona-Krise im Kleiderschrank An manchen Tagen ist Corona-Krise ganz weit weg. Der Alltag zwischen Homeoffice, Supermarkt und Pampers-Wechseln lässt mir wenig Zeit zum Grübeln. Und für mich als Baby-Papa wären Konzerte, Kino und Bierchen mit Freunden auch ohne Lockdown eher seltene Vergnügen. Doch am Sonntag drängte mich meine Frau, mal wieder die Lederschuhe aus dem Schrank zu holen. Die zum Essengehen, fürs Theater. „Sind die verschimmelt?“, dachte ich, als ich die pelzig-graue Oberfläche sah. Das schwarze Leder hatte fingerdick Staub angesetzt – nach einem Jahr Ausnahmezustand. Till Stoppenhagen Der „Unser Hamburg“-Countdown läuft! Weil es in den vergangenen Tagen Anrufe ungeduldiger Fans gab: „Unser Hamburg“ Nr. 15, die neue Ausgabe des historischen Magazins, kommt am 23. März in den Handel. Also noch bummelig drei Wochen. Wir sind gerade unter Hochdruck mit der Produktion beschäftigt. 120 Seiten prall gefüllt mit Hamburger Geschichte(n). Darunter ein Porträt der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano, eine Liebeserklärung an Barmbek-Nord, die Lebensgeschichte von Nivea-Erfinder Oscar Troplowitz und ein Beitrag darüber, wie aus dem Fischerdorf Blankenese das Nizza an der Elbe wurde. Olaf Wunder Psychotherapie in Zigarettenpausenlänge Zwei Handwerker machen Raucherpause auf dem Innenhof-Balkon nebenan. Der Ältere versucht sich für alle Nachbarn gut hörbar an einer Art Psychotherapie des Jüngeren. Fragt ihn nach seiner Jugend aus. Der antwortet brav. Es stellt sich heraus: Der Jüngere wurde von seiner Oma groß gezogen. Mutter und Vater kaum gesehen. Das habe ihn aber so selbständig gemacht, wie er jetzt sei. Der Ältere stimmt zu. Kenne er. Sein Vater sei Alkoholiker gewesen. Kurzes, betretenes Schweigen. „Dann wollen wir jetzt mal den restlichen Kleber verarbeiten“, sagt der Ältere. Raucherpause beendet. Therapie auch. Florian Quandt Mein Nachbar ist ein echtes Vorbild Früh am Morgen ziehe ich meine Laufschuhe an und drehe meine Runde. Ich denke an diejenigen, die noch schlafen, und finde mich ein kleines bisschen vorbildlich. Dieses Gefühl hält jedoch nicht lange an. Mitten auf der Strecke begegnet mir mein Nachbar. Er schiebt eine Schubkarre, trägt dicke Handschuhe und hat eine Greifzange dabei. Der Nachbar sammelt Müll am Straßenrand auf. „Das macht ja sonst keiner. Und so kann ich in der Corona-Zeit wenigstens etwas Sinnvolles tun“, sagt er. Direkt morgens vorbildlich handeln? Dieser Punkt geht eindeutig an ihn. Simone Pauls An diesem Ort heißt es: Maske ab! Maskenpflicht überall. An jeder Ecke Hinweisschilder. Selbst an Aster und Elbe soll man sich jetzt maskieren. Viele haben das alles so satt. Aber jetzt hab ich den ultimativen Tipp. Gehen sie doch mal wieder zum Zahnarzt. Eine Zahnarztpraxis dürfte zur Zeit der einzige Ort sein, an dem man aufgefordert wird, doch bitte die Maske abzunehmen. Doch kaum sitzt man befreit auf dem Zahnarztstuhl, kommt schon die bittere Pille. Die Helferin reicht einem einen Becher, fordert auf, sich mit einer üblen Flüssigkeit 30 Sekunden lang den Mund zu spülen. Na,ja irgendwas ist immer ... Thomas Hirschbiegel Thermomix – das ging jetzt fix Letzte Woche schrieb ich an dieser Stelle, wie zuverlässig mein Thermomix arbeitet. Nun kam es doch anders. Beim Zwiebel-Zerkleinern für Käsespätzle tat er noch gewohnt zuverlässig seinen Dienst. Auch beim Teigrühren noch kein Protest. Aber dann: Der schon grob zerteilte Bergkäse war ihm wohl zu viel. Der Thermomix streikte. Komplett. Umfüllen, waschen, reinigen. Schraube rausnehmen, wieder einsetzen. Nichts. Nur ein komisches Geräusch. Das Gerät steht still und schweigt. Die Garantie ist gerade abgelaufen. Mein Thermomix – das ging jetzt fix. Sabine Korzuschek Autsch: Der etwas andere Sonnenstich Ich liebe ja die Sonne. Und als sie sich jetzt im Februar schon heraustraute, war für mich klar: ab nach draußen! Das erste Mal in diesem noch so jungen Jahr saß ich also auf der Terrasse, mein Gesicht nach oben gestreckt. Augen zu. Purer Genuss. Plötzlich fühlte ich etwas Haariges an meinem Hals. Einen Kuss von meinem Vater (Flauschebart) konnte ich ausschließen, ich war alleine. Ich kann auch nicht sagen, ob es auf mir landete oder an mir hochkrabbelte. Jedenfalls stach es. Der erste Wespenstich meines Lebens – autsch. Aber egal: Zwiebel drauf und wieder raus. Die Sonne schien ja immer noch. Daniel Gözübüyük Mein Leben als Feminist #2 Der Musiker Harry Styles gilt als Superfeminist. Er hat es als erster Mann auf das „Vogue“-Cover geschafft. Chapeau – das Rüschenkleid hätte mir nicht so gut gestanden! Die letzte Meldung über Styles hat mich aber neidisch gemacht: Er wurde überschwänglich gelobt, weil er in einem Film mit ausschließlich weiblichen Hauptdarstellerinnen eine Nebenrolle spielt. Wie selbstlos und progressiv das sei! Hm, dachte ich: Vier Hauptdarstellerinnen und ein Mann als „supporting act“, das ist doch mein Leben! Nur dass niemand klatscht – und alle lachen, wenn ich behaupte, Feminist zu sein. Mathis Neuburger Wem kann man eigentlich noch trauen? Anrufe von „falschen” Polizisten oder angeblichen Bank-Mitarbeitern sind Alltag in Hamburg. Meist sind alte Menschen die Opfer. Bankangestellte und Haspa-Mitarbeiter sind besonders geschult, damit Senioren nicht abgezockt werden. Doch jetzt traf es eine Sparkassen-Mitarbeiterin selbst. Sie erhielt einen Anruf eines „Kollegen” der eine manipulierte Nummer des Unternehmens verwendete. Er sagte, ihr Konto sei „gehackt” worden. Zur Sperrung bräuchte er ihre TAN. Die 40-Jährige nannte die TAN. Minuten später hatten die Gauner 2990 Euro vom Konto abgebucht! Thomas Hirschbiegel Verwandlung in der Waschanlage Wo ist er denn nur? Ich bin ganz sicher, hier irgendwo hatte ich doch vor Kurzem meinen Wagen abgestellt … Nicht auf den ersten Blick zu erkennen in der langen Schlange der dicht aneinandergereihten Blechkarossen. Hatte ich etwa doch ganz woanders geparkt? Im Notfall hilft der fernbetriebene Autoschlüssel. Ein Klacken ist zu hören, die Lichter leuchten ganz in der Nähe kurz auf. Dieser glänzende olivgrüne Wagen soll tatsächlich meiner sein? Ich fahre doch ein unansehnlich graues Fahrzeug! Ach, das hatte ich ganz vergessen. Ich war ja gestern in der Waschanlage! Anke Geffers Wie erklärt man diese Ungerechtigkeit? Wir haben gehofft, aber die Corona-Maßnahmen machen einen Ski-Urlaub in Südtirol im März unmöglich. Risikolose Alternativen? Keine Chance. Für meine wintersportbegeisterten Jungs (zehn und sechs) kommt das einer Katastrophe gleich. Sie sind gefrustet. Erst recht, als ich bei dieser Frage große Augen mache: „Papa, warum darf RB Leipzig nach Budapest reisen, um dort Fußball zu spielen, und wir dürfen nirgendwohin?“ Wirtschaftliche Zwänge, Extra-Würste, Ausnahmestellung. Mir gehen viele Antworten durch den Kopf. Ich bleibe aber ehrlich: „Ich weiß es nicht!“ Michael Reis Keine Waffen in der Autoselbsthilfe? Kollege Florian Quandt und ich sind täglich in der Stadt unterwegs, um für die MOPO-Leser eifrig interessante Geschichten heranzuschaffen. Eigentlich haben wir beide schon viel gesehen, sind nicht leicht zu verblüffen. Doch als wir gestern an der Wöhlerstraße (Billbrook) an einer roten Ampel stoppen mussten, machte uns ein Werbeschild ratlos. Dort stand „Autoselbsthilfe – No Weapons“. Keine Waffen? Was bitte soll das heißen? Hier wird nur an Autos rumgeschraubt, nicht aber an Pistolen? Oder haben die Kunden nur ohne Knarren Zutritt? Kann uns ein Leser aufklären? Thomas Hirschbiegel Bundesregierung: Doppelt hält besser Erstmalig in meinem Leben hab’ ich Post von der Bundesregierung bekommen. 15 Schutzmasken liegen für mich in der Apotheke meines Vertrauens bereit. Dazu zwei „Berechtigungsscheine“ für die Masken. Plötzlich wird einem bewusst, dass man mit 61 schon ein „erhöhtes Risiko“ für einen schweren Corona-Verlauf hätte. Wenig später erreicht mich ein zweites Schreiben der Bundesregierung, an meine alte Adresse gerichtet. Doch da bin ich schon seit acht Jahren nicht mehr gemeldet. Na ja, doppelt hält besser. Wenigstens hat meine verstorbene Mutter keinen Brief von Angela Merkel bekommen. Thomas Hirschbiegel Thermomix – das war wohl nix Eigentlich sind wir beide sehr gut befreundet. Seit vier Jahren leben und arbeiten wir schon zusammen. Letzte Woche wäre unsere Beziehung fast in die Brüche gegangen. Ich wollte eine Curry-Ingwer-Möhren-Süßkartoffelsuppe herstellen, aber der Thermomix hatte andere Pläne. Statt brav zu pürieren, lief der Topf über. In Sekundenschnelle verteilte sich die orangefarbene Masse ringsum. Stopptaste, zurück auf Anfang. Kleine Portionen, nach und nach püriert. Mahlzeit gerettet, aber der weiße Thermomix gelblich verfärbt. Diese Suppe wird in Erinnerung bleiben. Sabine Korzuschek Die Kinder brauchen ein Ablassventil Erster Tag nach der Lockdown-Verlängerung: Online-Training. Ich frage meine Spieler (2010er-Jahrgang), was sie aktuell gut und schlecht finden. T. sagt: „Ich raste so viel aus gerade. Das will ich nicht. Hätte ich Training und könnte mehr Sport machen, würde ich all diese Energie positiv loswerden.“ Ich gucke in die Gesichter der anderen und weiß: Es geht allen so. Mir ist zum Heulen. Aber wahre Worte. Ein Zehnjähriger spricht deutlich aus, wie sich die Einschränkungen in der Realität tatsächlich anfühlen – aber das spielt wohl in den Corona-Köpfen der Politiker keine Rolle. Michael Reis Alles eine Frage der Perspektive Laubbläser – wer mag sie schon, diese lauten, stinkenden Dinger? Ich bekomme immer schlechte Laune, wenn so ein Teil in Aktion ist. Auch neulich, als ich unter Zeitdruck zu meinem Auto hetzte; in der Nachbarschaft röhrte eines dieser Geräte. Es hatte geschneit, also fing ich an, den Schnee vom Auto zu fegen. Das hätte mich noch eine Weile beschäftigt, aber dann stand der Mann, über dessen Laubbläser ich mich geärgert hatte, vor mir. Ob er den Schnee wegpusten soll? Er sollte. In wenigen Sekunden war der Wagen blitzblank. Das erste Mal, dass mich ein Laubbläser lächeln ließ. Ute Gebauer Thermomix – das war wohl nix Eigentlich sind wir beide sehr gut befreundet. Seit vier Jahren leben und arbeiten wir schon zusammen. Letzte Woche wäre unsere Beziehung fast in die Brüche gegangen. Ich wollte eine Curry-Ingwer-Möhren-Süßkartoffelsuppe herstellen, aber der Thermomix hatte andere Pläne. Statt brav zu pürieren, wie sonst, lief der Topf über. Sekundenschnell verteilte sich die gelb-orangefarbene Masse ringsum. Stopptaste, zurück auf Anfang. Kleine Portionen, nach und nach pürieren. Mahlzeit gerettet, aber der weiße Thermomix gelblich verfärbt. Diese Suppe wird uns beiden in ewiger Erinnerung bleiben. Sabine Korzuschek Jürgen, der Schneemann: Danke für alles! Ich möchte mich auf diesem Wege verabschieden: von Jürgen, meinem Terrassen-Schneemann. Sein Gesicht sieht aus, als wäre er in eine Granate gelaufen. Sein einst rundlicher, jetzt von den steigenden Temperaturen zerfressener Körper ist in einer Pose erstarrt, die sagt: Bitte, lasst mich doch einfach zurück! Er kann sich bald nicht mehr halten, wird fallen und nie wieder aufstehen. Das will ich dir sagen, lieber Jürgen: Du hast für unvergessliche Momente gesorgt. Warst ein guter Zuhörer. Und das Wichtigste: Du hast meine kleine Nichte, die noch nie einen Schneemann gesehen hat, glücklich gemacht. Danke! Daniel Gözübüyük Der MOPO-Reporter und die Schnee-Katastrophe Tja, war nix mit Schneekatastrophe bei uns. Doch die Wettervorhersagen weckten Erinnerungen bei mir. Ich hatte 1978 den Wehrdienst bei der 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster begonnen und musste den Kasernenhof von Schnee befreien. Da kamen Offiziere mit Reportern vorbei. Die Bundeswehr wollte zeigen, wie professionell sie im Katastrophenfall helfen kann, und das Erste, was die sahen, war ein MOPO-Kollege in Uniform mit einem Schneeschieber in der Hand. Die Kollegen konnten sich nicht halten vor Lachen ... Thomas Hirschbiegel Mein Leben als Feminist Wenn ich meiner Frau erzähle, ich sei Feminist, lacht sie mich immer laut aus und erzählt was von „Mental Load“ und Aufgabenteilung und so Dingen. Ich erzähle dann von Steuern, Auto, Arbeiten, Einkaufen usw. Kennt man ja. Aber jetzt habe ich einen Trumpf in der Hand: Töchterchen malt ein Bild mit vier Personen drauf. Frau fragt, wer denn das sei. Kind: Mama und wir drei Kinder. Und wo ist Papa? In dem Moment denke ich: Mist, jetzt kommt was wie „Papa arbeitet, Papa ist Bier trinken ...“ Aber nein: „Papa kocht“, flötet die Vierjährige. Genau, denke ich. Wie sich das für einen Feministen gehört. Mathis Neuburger Voller Einsatz im Homeoffice Meine Kollegin Alisa Pflug und ich haben zu Beginn des Jahres einen Podcast gestartet. Da im Moment Homeoffice angesagt ist, treffen wir unsere Gäste im digitalen Raum. Doch wie das im Homeoffice so ist, läuft nicht immer alles nach Plan. Eigentlich sollten die Handwerker in der Wohnung meiner Kollegin längst weg sein, wenn die Podcast-Aufnahme startet. Dem war nicht so. Nach kurzem Überlegen stand fest: Nur das Badezimmer ist gerade lärmfrei!...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo