Wenn der Mond auf die Erde fällt: Das sind die Kino-Highlights der Woche

In Katastrophenfilm "Moonfall" fantasiert Regisseur Roland Emmerich mal wieder vom drohenden Ende der Welt: Der Mond droht auf die Erde zu fallen, die ehemalige Astronautin Jo Fowler (Hale Berry) und ihr alter Kollege Brian Harper (Patrick Wilson) sollen es richten. (Bild: Leonine)
In Katastrophenfilm "Moonfall" fantasiert Regisseur Roland Emmerich mal wieder vom drohenden Ende der Welt: Der Mond droht auf die Erde zu fallen, die ehemalige Astronautin Jo Fowler (Hale Berry) und ihr alter Kollege Brian Harper (Patrick Wilson) sollen es richten. (Bild: Leonine)

"Moonfall", "Tod auf dem Nil" und "Marry Me": Das sind die Kino-Neustarts am 10. Februar.

Aliens, die das Weiße Haus atomisieren? Check. Ein gigantisches Monster, das New York kurz und klein haut? Check. Die Zerstörung des kompletten Planeten durch die Folgen des Klimawandels? Check. Roland Emmerich hat auf der Liste seiner Zerstörungsfantasien schon einige Häkchen setzen können, von "Independence Day" und "Godzilla" über "The Day After Tomorrow" und "2012" wurde die Desaster-Schraube jedes Mal ein wenig weiter gedreht. Aber fertig, so scheint es, ist er noch lange nicht. Emmerich hat einen Film über den Mond gedreht, "Moonfall", und allein diese Info reicht eigentlich schon aus, damit regelmäßige Kinogänger wissen: Es droht wieder einmal die Auslöschung allen Lebens.

Emmerich inszeniert in seinem neuen Werk wieder mit wuchtigen Bildern das Ende der Welt, daneben gibt es in dieser Woche aber auch noch zwei weitere prominente Neustarts: "Tod auf dem Nil", die zweite moderne Neuverfilmung eines Agatha-Christie-Romans, und "Marry Me", eine ziemlich abgedrehte romantische Komödie mit Jennifer Lopez und Owen Wilson.

Große CGI-Bilder, die viel Geld kosten: Das Budget für "Moonfall" betrug etwa 140 Millionen US-Dollar. (Bild: Leonine)
Große CGI-Bilder, die viel Geld kosten: Das Budget für "Moonfall" betrug etwa 140 Millionen US-Dollar. (Bild: Leonine)

Moonfall

Nein, er sei nicht verrückt, wird er irgendwann versichern, während man ihn wegschleift. Der Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman (John Bradley-West, "Game of Thrones") hat in seinem Nerdkeller eine "schockierende Entdeckung" gemacht, und zwar, dass sich ein "Riesenproblem auf uns zubewegt". Was zunächst sogar die NASA als Unsinn abtut, stellt sich irgendwann als gruselige Realität heraus: Der Mond hat seine Bahn verlassen und bewegt sich direkt auf die Erde zu.

Nur wenige Wochen bleiben bis zum Aufprall, jetzt braucht es echte Helden. Neben dem schrullig-sympathischen Houseman sind das allen voran die ehemalige Astronautin Jo Fowler (Hale Berry) und ihr alter Kollege Brian Harper (Patrick Wilson), die sich im Angesicht der Katastrophe auf eine abenteuerliche, eigentlich aussichtslose Weltraum-Mission begeben. Erhalten sie Antworten auf ihre vielen Fragen? Und können sie das Ende der Welt vielleicht doch noch verhindern?

Regisseur Roland Emmerich, der gemeinsam mit Harald Kloser und Spencer Cohen auch das Drehbuch schrieb, stand für "Moonfall" ein Budget von etwa 140 Millionen US-Dollar zur Verfügung, das einmal mehr in ein Sci-Fi-Spektakel mit vielen beeindruckenden Bildern floss. Ein bisschen Botschaft ist aber auch dabei, zumindest indirekt: Im Vorfeld der Veröffentlichung zog Emmerich Parallelen zur gegenwärtigen Klimakrise. Auch die werde die breite Bevölkerung erst dann wirklich ernst nehmen, wenn es wahrscheinlich schon zu spät ist.

Nach "Mord im Orient Express" (2017) schlüpft Kenneth Branagh in "Tod auf dem Nil" erneut in die Rolle des belgischen Ermittlers Hercule Poirot. (Bild: Disney)
Nach "Mord im Orient Express" (2017) schlüpft Kenneth Branagh in "Tod auf dem Nil" erneut in die Rolle des belgischen Ermittlers Hercule Poirot. (Bild: Disney)

Tod auf dem Nil

"Jemand ist tot. Das Verbrechen ... ist Mord." Und so geht es also wieder los. Schon 2017 ermittelte Kenneth Branagh als Hercule Poirot in der Agatha-Christie-Verfilmung "Mord im Orient Express". Die Kritiken zu dem Ensemble-Film mit Stars wie Johnny Depp, Daisy Ridley und Michelle Pfeiffer fielen seinerzeit gemischt aus, aus kommerzieller Sicht aber war der Film ein voller Erfolg. 55 Millionen Dollar Produktionskosten, ein Einspielergebnis von 350 Millionen Dollar an den Kinokassen - Grund genug, einen weiteren Film zu drehen. Mit "Tod auf dem Nil" wählte man wieder einen der ganz großen Agatha-Christie-Klassiker.

Wer das Buch nicht gelesen hat und die berühmte 1978er-Verfilmung mit Peter Ustinov nicht kennt: Die Geschichte spielt sich zu großen Teilen auf einem Dampfer ab, wo viele feine Menschen (unter anderem verkörpert von Gal Gadot und Armie Hammer) zusammenkommen und wenig feine Dinge tun. Sex, Gier, Lügen, schließlich ein Mord. Der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot macht es sich zur Aufgabe, den Schuldigen zu finden.

Hauptdarsteller Kenneth Branagh, der auch Regie führte, bezeichnete den Film im Vorfeld als "sehr düster, sehr sexy", und in jedem Fall ist er auch sehr aufwendig produziert. Für die Dreharbeiten wurde unter anderem ein riesiger Wassertank für einen 240 Tonnen schweren Nil-Dampfer gebaut; Teile der Geschichte spielen sich im Tempel von Abu Simbel ab - keine Computer-Kulisse, sondern ein 20 Meter hoher und 30 Meter Nachbau aus Gips und Kunststoff, der alleine schon 16 Wochen Arbeit in Anspruch nahm. Insgesamt lag das Budget diesmal bei knapp 100 Millionen Dollar, das Ergebnis ist wieder ganz großes Ausstattungs-Kino. Dem Vernehmen nach ist bereits ein weiterer Film in Planung.

Sex, Gier, Lügen, schließlich ein Mord. Und mittendrin: Linnet Ridgeway Doyle, gespielt von Gal Gadot ("Wonder Woman"). (Bild: Disney)
Sex, Gier, Lügen, schließlich ein Mord. Und mittendrin: Linnet Ridgeway Doyle, gespielt von Gal Gadot ("Wonder Woman"). (Bild: Disney)

Marry Me - Verheiratet auf den ersten Blick

Die Liebe ist manchmal echt verrückt. Eine Popsängerin möchte vor einem Millionenpublikum ihren Liebsten heiraten, findet dann aber während der geplanten Livestream-Konzert-Hochzeit heraus, dass der mit einer anderen rumgemacht hat. Also fragt sie ganz spontan einen Mathelehrer im Publikum, der von seiner Tochter hergeschleppt wurde, ob er sie nicht hier und jetzt heiraten wolle. Und er so: "Okay."

Die Popsängerin in diesem Film, "Marry Me - Verheiratet auf den ersten Blick", spielt Jennifer Lopez. Der Lehrer wird verkörpert von Owen Wilson. Kat Valdez und Charlie Gilbert, die sich vor zehn Minuten noch gar nicht kannten, sind nun also verheiratet. Und jetzt? Das Management will diese peinliche Geschichte schnell glattbügeln - wie wär's mit ein paar Tausend Dollar für den Lehrer und wir vergessen das Ganze? Nein, Kat will es durchziehen, und Charlie zieht irgendwie mit. Man lernt sich kennen, kommt sich näher und so langsam, wer hätte es gedacht, entstehen echte Gefühle. Aber hat diese schräge Romanze auf Dauer wirklich eine Chance?

Die Geschichte der romantischen Dramedy "Marry Me" basiert auf einem gleichnamigen Webcomic von Bobby Crosby, Regie führte Kat Coiro ("Modern Family", "Shameless"), und die Veröffentlichung genau jetzt ist natürlich kein Zufall. Na, Schatz, am Valentinstag ins Kino ..?

Tolles Kleid, tolle Location, Millionen Menschen sehen zu: Die Livestream-Hochzeit von Popdiva Kat Valdez (Jennifer Lopez) ist bis ins kleinste Detail durchgeplant. Aber dann kommt in der romantischen Dramedy "Marry Me" doch alles ganz anders. (Bild: Universal Studios)
Tolles Kleid, tolle Location, Millionen Menschen sehen zu: Die Livestream-Hochzeit von Popdiva Kat Valdez (Jennifer Lopez) ist bis ins kleinste Detail durchgeplant. Aber dann kommt in der romantischen Dramedy "Marry Me" doch alles ganz anders. (Bild: Universal Studios)